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"Keine unmittelbare Gefahr" USA rechnen nicht mit chinesischem Angriff auf Taiwan

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Soldaten bei einer Übung im Januar: Taiwan trainiert regelmäßig für den Ernstfall.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

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Nach der russischen Invasion der Ukraine wächst die Sorge, dass China in ähnlicher Manier in Taiwan einmarschieren könnte. Die USA erkennen momentan allerdings keine Bedrohung, sichern dem Inselstaat aber militärischen Beistand im Falle eines chinesischen Angriffs zu.

Die US-Regierung sieht nach eigenen Angaben derzeit keine unmittelbare Gefahr einer chinesischen Invasion in Taiwan. Eine solche Bedrohung sei momentan nicht zu erkennen, sagte Luftwaffen-Staatssekretär Frank Kendall am Rande einer Militärtechnik-Konferenz in Singapur. Er hoffe auch, dass sie nie eintreten werde. Die USA seien aber bereit, die demokratisch regierte Insel zu verteidigen.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung an. Die russische Invasion in der Ukraine hat Befürchtungen verstärkt, dass China im Taiwan-Konflikt ebenfalls zu kriegerischen Mitteln greifen könnte. Die Spannungen in dem Konflikt hatten sich im vergangenen August verschärft, als die damalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taiwan einen offiziellen Besuch abstattete.

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China wertete das als Provokation und reagierte mit militärischen Großmanövern in unmittelbarer Nähe Taiwans. Die Führung in Peking betrachtet solche Besuche als Versuch, eine Unabhängigkeit Taiwans zu stärken. Zuletzt hatte die Taiwan-Reise von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger in China Kritik ausgelöst.

Am heutigen Donnerstag forderte indes Chinas Militär nach eigenen Angaben ein US-Kriegsschiff zum Verlassen seiner Hoheitsgewässer im Südchinesischen Meer auf. Der Zerstörer "USS Milius" sei nach dessen Einfahrt in die Gewässer um die Paracel-Inseln "gewarnt" worden, das Gebiet zu "verlassen", erklärte das territoriale Kommando Süd der Volksbefreiungsarmee. Das US-Militär wies die Behauptungen aus China umgehend als "falsch" zurück.

Quelle: ntv.de, lar/rts/AFP

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