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Apache-Hubschrauber gen Mossul USA schicken mehr Soldaten in den Irak

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Ein Apache-Hubschrauber bei einer Übung.

(Foto: REUTERS)

"Wir werden aggressiver sein müssen", sagt der Pentagonchef bezüglich des Kampfes gegen den IS. Um Mossul von den Islamisten zurückzuerobern, schickt er weitere Soldaten ins Land - und eine weitere schlagfertige Waffe.

Die USA haben dem Irak im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zusätzliche Soldaten und mehr Kampfhubschrauber zugesagt. Das sagte Pentagonchef Ashton Carter bei einem unangekündigten Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Er traf dort den irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi und Verteidigungsminister Chaled al-Obaidi.

"Der Kampf um Mossul wird entscheidend sein, und wir werden aggressiver sein müssen", sagte ein Vertreter des Pentagons. Vorgesehen sei die Stationierung von 217 zusätzlichen US-Soldaten. Wie US-Medien berichteten, sollen darunter auch Spezialkräfte sein. Die Zahl der US-Soldaten im Irak steigt demnach auf 4087. Zudem fliegen die USA an der Spitze einer internationalen Militärkoalition Luftangriffe auf mutmaßliche Stellungen der IS-Dschihadisten.

Carter sagte weiter, US-Apache-Hubschrauber seien wendig und schnell und könnten der irakischen Armee bei der Einnahme und Rückeroberung der zweitgrößten irakischen Stadt Mossul helfen. Den kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Nordirak sagte Carter in ihrem Kampf gegen den IS Unterstützung in Höhe von 415 Millionen Dollar (knapp 367 Millionen Euro) zu.

Eine Ausweitung der US-Truppenpräsenz stößt besonders bei den mächtigen schiitischen Milizen auf Widerstand. Abadi ist zudem seit Wochen mit einer politischen Krise konfrontiert. Auf Druck schiitischer Gruppen will er ein neues Kabinett aus Fachleuten bilden, um den Kampf gegen die grassierende Korruption voranzutreiben. Er stößt dabei jedoch auf Widerstand im Parlament. Die Krise droht auch den Kampf gegen die IS-Miliz zu schwächen.

Quelle: n-tv.de, bdk/AFP/dpa

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