Politik

Pentagon hält sich bedecktUSA schicken wohl Flugzeugträger in den Nahen Osten

16.01.2026, 01:52 Uhr
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Kampfjets auf dem Flugdeck des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln". (Foto: AP)

Die internationale Sorge vor einem US-Angriff auf den Iran ist weiterhin hoch. Während US-Präsident Trump nicht mehr ganz so martialisch droht, verlegt das US-Militär offenbar Ausrüstung, Waffen und einen Flugzeugträger in den Nahen Osten.

Nach den Drohungen gegen den Iran verstärken die USA Medienberichten zufolge ihr Militär in Nahost. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und einige Begleitschiffe seien auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region. Bis zur Ankunft dauere es etwa eine Woche. Zudem würden zusätzliche Waffen und Verteidigungsausrüstung dorthin gebracht. Es könnten Kampfflugzeuge folgen.

Auch das US-Medium "Axios" berichtete, der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" sei auf dem Weg in die Region. Eine Bestätigung des Pentagons gab es zunächst nicht. Der US-Sender "Fox News" berichtete unter Berufung auf militärische Quellen, mindestens ein US-Flugzeugträger werde in Richtung Nahost gebracht. Um welchen Flugzeugträger es sich handele, sei unklar.

Unterdessen drohten die USA der iranischen Regierung angesichts der brutalen Niederschlagung der Massenproteste erneut mit einer militärischen Eskalation. US-Präsident Donald Trump sei "ein Mann der Tat, nicht der endlosen Worte, wie wir sie bei den UN sehen", sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. "Er hat klargestellt, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, um das Schlachten zu beenden."

UN fordern von Iran Aufklärung über Tote

Das Treffen des Sicherheitsrats war auf Bitten der USA angesetzt worden. Das Gremium ist eines der wichtigsten Organe der Vereinten Nationen. Seine Aufgabe ist es, internationalen Frieden und Sicherheit zu wahren. Die Vereinten Nationen forderten den Iran auf, jegliche geplanten Hinrichtungen von Protest-Teilnehmern aufzuhalten und alle Todesfälle unabhängig und transparent aufzuklären. Die Situation im Iran sei "zutiefst beunruhigend", sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin für Afrika, Martha Pobee, bei der Sitzung in New York.

Seit Beginn der Massenproteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik vor gut zwei Wochen hatte US-Präsident Trump dem Iran bereits mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht. Ausgelöst wurden die Proteste unter anderem von einer dramatischen Wirtschaftskrise, einer sehr hohen Inflationsrate und großer Unzufriedenheit mit der Führung in Teheran. Irans Sicherheitsapparat hat die Proteste brutal niedergeschlagen, es gibt Berichte über Tausende Tote.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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