Politik

"Würden Großzügigkeit ausnutzen"USA stoppen Vergabe von Einwanderungsvisa für 75 Staaten

15.01.2026, 09:02 Uhr
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Besuchervisa sind von der Regelung nicht betroffen. (Foto: AP Photo/William Liang)

Die USA verschärfen ihren Kurs gegenüber Migranten weiter. Antragsteller aus gleich 75 Ländern brauchen sich keine Hoffnung mehr auf ein Einwanderungsvisum zu machen. Die Regierung stellt die Bearbeitung der Anliegen ein.

Die USA setzen die Bearbeitung von Einwanderungsvisa für Antragsteller aus 75 Ländern aus. Dies teilte ein Sprecher des Außenministeriums mit. Die Aussetzung trete am 21. Januar in Kraft. Zuerst hatte der Sender Fox News von diesem Schritt berichtet. In einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen internen Dokument des Ministeriums hieß es, alle Richtlinien, Vorschriften und Anweisungen würden genau unter die Lupe genommen, um ein Höchstmaß an Überprüfung und Sicherheitskontrolle für alle US-Visumantragsteller zu gewährleisten. Zudem bestehe bei Antragstellern aus diesen Ländern ein hohes Risiko, dass sie auf staatliche Leistungen in den USA angewiesen sein könnten.

"Das Außenministerium wird von seiner seit Langem bestehenden Befugnis Gebrauch machen, potenzielle Einwanderer für unzulässig zu erklären, die der öffentlichen Hand zur Last fallen und die Großzügigkeit des amerikanischen Volkes ausnutzen würden", sagte der stellvertretende Ministeriumssprecher Tommy Pigott.

Die Maßnahme ist Teil eines verschärften Vorgehens gegen Einwanderung, seit Donald Trump wieder als US-Präsident im Amt ist. Der Denkfabrik Cato Institute zufolge handelt es sich um die "migrationsfeindlichste Agenda in der amerikanischen Geschichte", die allein im nächsten Jahr rund 315.000 legale Einwanderer abweisen würde.

Die Aussetzung betrifft unter anderem Antragsteller aus Albanien, Brasilien, Kolumbien, Kuba, Jamaika, Russland und Thailand. Besuchervisa sind von der Regelung nicht betroffen. Die USA richten 2026 mit Mexiko und Kanada die Fußball-WM aus, 2028 finden die Olympischen Spiele in Los Angeles statt.

Quelle: ntv.de, mpa/rts

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