Politik

Mit Zerstörer und Kampfjets USA unterstützen Emirate im Jemen-Krieg

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Die USS Cole will einen Hafen in Abu Dhabi anlaufen.

(Foto: AP)

Hunderttausende Menschen sind getötet, Millionen vertrieben: Im Jemen herrscht seit Jahren Krieg. Nun kommen noch die USA den Vereinigten Arabischen Emiraten mit modernsten Waffensystemen zu Hilfe.

Nach mehreren Raketenangriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen schicken die USA zur Unterstützung ein Kriegsschiff und mehrere Kampfflugzeuge in die Vereinigten Arabischen Emirate. Wie die US-Botschaft in den Emiraten erklärte, handelt es sich um einen Lenkwaffenzerstörer und hochmoderne Kampfjets. Die Entscheidung erfolgte demnach nach einem Telefonat zwischen US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan.

Der Lenkwaffenzerstörer "USS Cole" werde mit der Marine der Emirate kooperieren und einen Hafen in Abu Dhabi anlaufen, hieß es in der Erklärung. Zudem kündigten die USA an, Kampfflugzeuge der fünften Generation einzusetzen. Washington will den Emiraten zudem weiterhin Informationen aus Frühwarnsystemen zukommen lassen.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hatten in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate sowie deren Verbündeten Saudi-Arabien verstärkt. Bei einem Drohnenangriff auf Abu Dhabi am 17. Januar wurden drei Menschen getötet. Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition an, die im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft. Zwar zogen die Emirate im Jahr 2019 ihre Truppen aus dem Jemen zurück. Die Golfnation bleibt aber ein einflussreicher Akteur in dem Konflikt. In den Emiraten sind auch US-Truppen stationiert.

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Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition an, die im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft. Zwar zogen die Emirate im Jahr 2019 ihre Truppen aus dem Jemen zurück. Die Golfnation bleibt aber ein einflussreicher Akteur in dem Konflikt. In den Emiraten sind auch US-Truppen stationiert.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 370.000 Menschen getötet, Millionen mussten flüchten. Die Vereinten Nationen stufen den Krieg und seine Folgen als schlimmste humanitäre Krise der Welt ein. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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