Druck auf Iran wächstUSA verlegen offenbar zweiten Flugzeugträger nach Nahost

Ende Januar schickt Donald Trump einen Flugzeugträger in die Golfregion, um den Druck auf das iranische Regime zu erhöhen. Nun soll ein Zweiter folgen, berichten Medien. Noch vor wenigen Tagen hat der US-Präsident deutliche Worte Richtung Teheran gerichtet.
Das Pentagon hat US-Medienberichten zufolge die Entsendung eines zweiten US-Flugzeugträgers in den Nahen Osten angeordnet. Der Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" und seine Begleitschiffe würden sich, nachdem sie von ihrem aktuellen Einsatz in der Karibik in den Nahen Osten beordert worden seien, dem Verband rund um den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" anschließen, berichteten mehrere US-Medien am Donnerstag.
Das "Wall Street Journal", die "New York Times" und CBS News berichteten unter Berufung auf namentlich nicht genannte Behördenvertreter über die Vorbereitungen des US-Verteidigungsministeriums und die erwartete Entsendung des zweiten Flugzeugträgers. Das Pentagon reagierte bislang nicht auf Anfragen.
Ende vergangenen Monats hatte US-Präsident Donald Trump den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und seine begleitenden Kriegsschiffe in die Golfregion geschickt, um angesichts der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste im Iran den Druck auf Teheran zu erhöhen. Die Schiffe sind weiterhin in der Region.
Washington und Teheran hatten in der vergangenen Woche indirekte Gespräche über das iranische Atomprogramm begonnen. Am Donnerstag warnte Trump vor "sehr traumatischen" Konsequenzen, sollte der Iran kein neues Atomabkommen akzeptieren.
Mit Blick auf den Iran hatte Trump am Dienstag in einem Interview mit dem US-Nachrichtenportal "Axios" gesagt, dass er erwäge, einen zweiten US-Flugzeugträger samt der zugehörigen Schiffe in die Region zu verlegen. "Entweder wir schließen ein Abkommen oder wir müssen wie beim letzten Mal sehr harte Maßnahmen ergreifen", sagte Trump. Es müsse "ein gutes Abkommen" sein, der Iran sei in den vergangenen Jahren "sehr unehrlich" zu den USA gewesen. "Wir haben eine Flotte, die sich auf den Weg dorthin macht, und eine weitere könnte folgen", ergänzte der US-Präsident.
Die "USS Gerald R. Ford" war ursprünglich im Juni in See gestochen. Im Zuge des zunehmenden Drucks der US-Regierung auf Venezuela hatte Trump sie bald in die Karibik entsandt, wie die "New York Times" berichtete. Demnach waren einige auf dem Flugzeugträger stationierte Flugzeuge an dem US-Militäreinsatz in Venezuela am 3. Januar beteiligt, bei dem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen worden war. Wie lang die "USS Ford" und die "USS Lincoln" im Nahen Osten bleiben sollen, ist unklar.