Politik

Petition gegen Putins Geliebte Über 50.000 fordern Rauswurf aus der Schweiz

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Sollte sie wirklich in der Schweiz sein, könnte es für sie noch ungemütlich werden: Alina Kabajewa.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Ihr Name ist Alina Kabajewa. Einst war sie russisches Sportidol, heute soll sie die Geliebte von Wladimir Putin und die Mutter von mehreren gemeinsamen Kindern sein. Und sie soll sich in der Schweiz aufhalten. Das aber nicht mehr lange, wenn es nach den Initiatoren einer Petition geht.

Russlands Präsident Wladimir Putin mag es nicht, wenn sein Privatleben thematisiert wird. Dementsprechend tut er offenkundig viel dafür, dass es nicht publik wird. Nun gut, seine einstige Ehefrau Ljudmila und die beiden Töchter, die er mit ihr bekam, kann er kaum unter den Teppich kehren. Dafür ist er früher zu oft mit seiner Familie öffentlich aufgetreten.

Die Beziehung zu Alina Kabajewa hat Putin dagegen nie offiziell gemacht. Dabei soll er mit der ehemaligen Olympiasiegerin in Rhythmischer Sportgymnastik und späteren Politikerin mit Linientreue zu seinem Regime schon seit Jahren liiert sein. Und nicht nur das: Die beiden sollen auch mindestens einen Sohn und zwei Zwillingstöchter miteinander haben. Nicht ausgeschlossen wird, dass noch ein weiterer Sohn aus ihrer Verbindung hervorging.

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine machten Spekulationen die Runde, Kabajewa halte sich in der Schweiz auf. Im Kanton Tessin soll sie in einem schwer bewachten Chalet Unterschlupf gefunden haben. Schließlich besäßen sie und ihre Kinder, die in der Schweiz geboren worden sein sollen, mutmaßlich Schweizer Pässe.

"Alina 'Eva Braun' Kabajewa"

Wenn es nach einer Gruppe von Personen geht, die sich selbst als "Bürger dreier Länder: Russlands, Weißrusslands und der leidenden Ukraine" bezeichnen, soll damit jedoch Schluss sein. Auf der Kampagnenseite "change.org" starteten sie eine Petition, die mittlerweile mehr als 56.000 Menschen unterschrieben haben.

"Sehr geehrte Schweizerische Eidgenossenschaft, warum gewähren Sie den Komplizen beziehungsweise Mittätern des Putin-Regimes Aufenthalt? Bitte vereinen Sie Alina 'Eva Braun' Kabajewa mit ihrem 'Führer' Wladimir Putin", heißt es provokant in der Überschrift der Petition.

Auch im Text selbst nehmen die Initiatorinnen und Initiatoren kein Blatt vor den Mund. "Wir wollen Sie daran erinnern, dass Frau Alina Kabajewa nicht eine einfache Frau ist, die sich durch die Verbindung mit dem russischen Diktator befleckt hat, sondern auch eine Verbrecherin gegen die Menschlichkeit ist", stellen sie fest. Dabei verweisen sie auf diverse Gesetze, die Kabajewa in ihrer Zeit als Duma-Abgeordnete mit verabschiedet hat. "Alina Kabajewa unterstützt diesen Krieg, indem sie den Krieg nicht als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, sondern als eine Spezialoperation bezeichnet", heißt es weiter.

Sanktionen gefordert

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Als Konsequenz fordern die Macherinnen und Macher, nicht nur die Schweizer Staatsbürgerschaft Kabajewas "mit voller Aufmerksamkeit zu begutachten", sondern auch die Verhängung von Sanktionen gegen die Ex-Sportlerin zu prüfen. Ebenso müsse die "Sauberkeit" der finanziellen Mittel beim Erwerb der Immobilien Kabajewas untersucht werden. Letztlich, so die Initiatorinnen und Initiatoren der Petition, ginge es für die Schweiz darum, "eine Entscheidung über die Zulässigkeit eines weiteren Aufenthalts dieser Person innerhalb ihrer Grenzen zu treffen".

Ob die Petition die Schweizer Behörden unter Handlungsdruck setzt, ist unklar. Das Eidgenössische Polizei- und Justizdepartement (EJDP) teilte vor Kurzem mit, es habe "keinen Hinweis auf die Präsenz dieser Person in der Schweiz". Mit Blick auf die Sanktionen gegen Russland war die Schweiz zuletzt von ihrer viel beschworenen Neutralität jedoch abgerückt. So trägt sie diverse Strafmaßnahmen gegen den Kreml inzwischen mit.

Quelle: ntv.de, vpr

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