Politik

FDP-Verteidigungspolitiker Faber "Noch 5 von 15 Panzerhaubitzen sind einsatzbereit"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Panzerhaubitze 2000 gehört zu den schweren Waffen, die Deutschland an die Ukraine geliefert hat. Dort ist das System im Dauereinsatz - zumindest anfangs. Derzeit soll nur noch ein Drittel genutzt werden können, wie das Verteidigungsministerium einem FDP-Abgeordneten sagt.

Von insgesamt 15 Panzerhaubitzen 2000, die von Deutschland und den Niederlanden bislang an die Ukraine geliefert wurden, sind nach Angaben des FDP-Verteidigungspolitikers Marcus Faber die meisten derzeit nicht mehr einsatzbereit. Ursache der Ausfälle sei aber nicht russischer Beschuss, sondern dass die Geschütze von den ukrainischen Streitkräften "massiv genutzt" würden, sagte Faber in einem ntv.de-Interview, der in den vergangenen Tagen die Ukraine besucht hatte.

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"Ich habe aus dem Verteidigungsministerium erfahren, dass derzeit noch 5 von 15 Panzerhaubitzen einsatzbereit sind", sagte der Bundestagsabgeordnete. In diesem Zusammenhang sei von ukrainische Seite der Wunsch nach mehr Ersatzteilen geäußert worden. Im Grundsatz sei man in Kiew dann "optimistisch, dass sie die Einsatzbereitschaft wieder nach oben bringen können".

Zwar habe Deutschland einige Ersatzteile mitgeliefert, es gehe aber auch um Reparaturmöglichkeiten vor Ort, die dringend benötigt würden. Bislang gebe es diese nur für einige kleinere Reparaturen. Aus Deutschland seien nach ukrainischen Angaben bislang zehn Panzerhaubitzen 2000 geliefert worden, dazu fünf weitere aus den Niederlanden, sagte Faber. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums wollte sich zur Einsatzbereitschaft der Geschütze in Berlin nicht äußern.

(Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 10. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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