Politik

Treibstoffmangel in RusslandUkraine gelingt weiterer Schlag gegen Moskaus Ölindustrie

02.07.2026, 14:26 Uhr
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An russischen Tankstellen wird der Treibstoff knapp. Grund dafür sind die wiederholten Angriffe der ukrainischen Armee auf Ölraffinerien. (Foto: picture alliance / Russian Look)

Russland überzieht Kiew in der Nacht mit heftigen Angriffen. In ihrem Abwehrkampf greift die Ukraine die russische Infrastruktur erneut mit Drohnen an, die Attacken richten sich weiterhin gegen Ölanlagen. Eine Raffinerie steht in Flammen.

Die Ukraine hat eine Raffinerie in der Wolgaregion Nischni Nowgorod angegriffen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets, Gleb Nikitin, indirekt, als er bei Telegram von "unbedeutenden Schäden an einem Industrieobjekt und an mehreren Wohnhäusern" durch herabfallende Drohnentrümmer schrieb. Seinen Angaben nach ist durch den Angriff ein Mensch ums Leben gekommen und vier weitere wurden verletzt.

Der ukrainische Geheimdienst SBU bestätigte später den Angriff auf die Raffinerie sowie eine nahegelegene Ölpumpstation. Trotz der starken Flugabwehr vor Ort seien mindestens zwei Brände in dem Industriegebiet rund um die Ölanlagen ausgebrochen, teilte der SBU bei Telegram mit.

In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen einen Brand, der von der Ölraffinerie in Kstowo, einer Stadt etwa 30 Kilometer südöstlich von Nischni Nowgorod, stammen soll. Die zum Ölkonzern Lukoil gehörende Verarbeitungsanlage ist eine der größten in Russland.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion und setzt dabei seit Monaten auch auf Schläge gegen die russische Ölindustrie. Infolgedessen ist in Russland ein Treibstoffdefizit ausgebrochen.

Quelle: ntv.de, dpa/kaz

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