Politik

"Wenn USA zustimmen"Selenskyj stellt Abkommen schon nächste Woche in Aussicht

16.01.2026, 18:15 Uhr
00:00 / 02:42
Wolodymyr-Selenskyj-Praesident-Ukraine-waehrend-der-gemeinsamen-Pressekonferenz-im-Bundeskanzleramt
Wolodymyr Selenskyj ist sich bei manchen Fragen mit den USA "schlicht nicht einig". (Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen)

Die ukrainische Seite sei "im Prinzip fertig". Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt einen möglichen Durchbruch im Ukraine-Krieg an. Ein Abkommen über Sicherheitsgarantien könnte schon nächste Woche in Davos unterzeichnet werden. Eine Delegation sei unterwegs.

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kann ein Abkommen zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereits nächste Woche während des Weltwirtschaftsforums in Davos unterzeichnet werden. "Wenn alles unter Dach und Fach ist und die amerikanische Seite zustimmt - denn auf unserer Seite sind wir im Prinzip fertig - dann wird die Unterzeichnung in Davos möglich sein", sagte Selenskyj.

Eine ukrainische Delegation sei auf dem Weg in die USA, um weitere Gespräche zur Beendigung des Krieges zu führen. Das sagte der ukrainische Staatschef Selenskyj. "In den kommenden Tagen werden Treffen zwischen unseren ukrainischen Vertretern und den USA stattfinden", sagte Selenskyj in Kiew. Die ukrainischen Unterhändler seien bereits "auf dem Weg".

Selenskyj fügte an, er erhoffe sich "mehr Klarheit sowohl hinsichtlich der Dokumente, die wir bereits gemeinsam mit der amerikanischen Seite vorbereitet haben, als auch hinsichtlich der Reaktion Russlands auf alle laufenden diplomatischen Bemühungen".

"Haben gut mit den USA zusammengearbeitet"

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump Selenskyj für den Stillstand in den Ukraine-Verhandlungen verantwortlich gemacht und gesagt, Kreml-Chef Wladimir Putin sei "bereit, ein Abkommen abzuschließen", die Ukraine hingegen "weniger". Selenskyj entgegnete hierauf, die Ukraine habe "die Initiative bei den Verhandlungen" und komme "in dieser Angelegenheit schneller als Russland voran".

Zur Zusammenarbeit mit Washington sagte Selenskyj: "Wir haben sehr gut mit den USA zusammengearbeitet. Wir sind schlicht bei bestimmten Fragen nicht einverstanden."

Laut Selenskyj hatten sich die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten mit den USA auf einen 20-Punkte-Plan geeinigt, um den russischen Angriffskrieg zu beenden. Damit liegt eine überarbeitete Fassung eines 28-Punkte-Plans vor, den die USA im November vorgelegt hatten und der als sehr russlandfreundlich kritisiert worden war. Russland hat bislang jegliche Anpassungen zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP

RusslandDonald TrumpAngriff auf die UkraineEU und RusslandDavosDiplomatieKiew