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Spezialgeräte für Atomprogramm Unternehmer wegen Iran-Geschäften in U-Haft

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Insgesamt ließ die Bundesanwaltschaft elf Objekte in Schleswig-Holstein, Hamburg und NRW durchsuchen.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ermittler durchsuchen am Dienstag mehrere Objekte in drei Bundesländern. Es geht um die illegale Ausfuhr von Spezialgeräten in den Iran. Ein Geschäftsmann aus Schleswig-Holstein wird festgenommen. Er soll Aufträge aus Teheran über einen Zwischenhändler erhalten haben.

Ein am Dienstag festgenommener Unternehmer, der dem Iran Laborausrüstung für dessen Nuklear- und Raketenprogramm beschafft haben soll, kommt in Untersuchungshaft. Inzwischen sei der Haftbefehl in Vollzug gesetzt, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Der Deutsch-Iraner aus dem Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein war am Vormittag am Bundesgerichtshof (BGH) dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Die Ermittler machen den Geschäftsmann für drei Ausfuhren von Gerätschaften im Gesamtwert von rund 1,1 Millionen Euro verantwortlich. Die erforderlichen Genehmigungen fehlten. Bei zwei weiteren Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein hatte es am Dienstag Durchsuchungen gegeben, sie wurden aber nicht festgenommen.

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Insgesamt ließ die Bundesanwaltschaft elf Objekte in Schleswig-Holstein, Hamburg und NRW durchsuchen, darunter auch die Firma des Festgenommenen an seiner Wohnanschrift. Dem Mann, dessen Alter nicht genannt wurde, werden gewerbsmäßige Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen. Seine Aufträge soll er über Zwischenhändler aus dem Iran bekommen haben. Den Ermittlern zufolge stand er in Geschäftsbeziehungen mit einem iranischen Unternehmer, dessen Firmen in der EU-Embargo-Verordnung gelistet und mit einem umfassenden Bereitstellungsverbot belegt seien.

Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann im August 2018 einen ersten Auftrag mit 23 Positionen erhielt, für den er einen Kaufpreis von rund 990.000 Euro veranschlagte. Einen Teil der bestellten Gerätschaften im Wert von rund 545.000 Euro habe er daraufhin in den Iran geliefert. Zwei Spektrometer-Systeme für 388.000 Euro, die sich zunächst nicht beschaffen ließen, seien Mitte 2020 ohne die erforderliche Genehmigung aus der Europäischen Union ausgeführt worden. Zwei weitere Spektrometer, die ein anderer Auftraggeber bestellt hatte, habe der Festgenommene bereits im Januar 2020 für rund 166.000 Euro geliefert - ebenfalls ohne Genehmigung.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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