Politik

Soldaten und Zivilisten getötetVenezuela meldet Opfer durch US-Angriff

03.01.2026, 13:02 Uhr
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Fußgänger fliehen vor den Explosionen in Caracas. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

US-Streitkräfte greifen mehrere Regionen Venezuelas mit Luftschlägen an. Schwerpunkt ist die Hauptstadt Caracas. Der Vizepräsidentin zufolge gibt es dabei Todesopfer. Unversehrt bleiben dagegen die US-Soldaten, die Präsident Maduro festnehmen.

Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat", sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. Wie hoch die Zahl der Opfer ist, sagte sie nicht.

Opfer unter den US-Soldaten, die die Luftangriffe flogen sowie unter denen, die Präsident Nicolas Maduro festnahmen und außer Landes brachten, soll es dagegen nicht geben. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Der Luftangriff begann demnach kurz vor 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr MEZ). Um 2.38 Uhr war die bislang letzte Explosion in Caracas zu hören. Viele Erschütterungen sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Zudem gab es in drei weiteren Regionen des Landes Angriffe.

Parallel dazu sollen US-Spezialeinheiten mit Helikoptern gelandet sein und Maduro festgesetzt haben. Er sei dann außer Landes gebracht worden, schrieb Trump in einem Statement auf seinem Social-Media-Dienst Truth Social. Wohin Maduro und seine Frau gebracht wurden, teilte Trump nicht mit. Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez erklärte, sie wisse nicht, wo sich Maduro aufhalte.

Mittlerweile sei der US-Militäreinsatz beendet. Das teilt der republikanische Senator Mike Lee mit. US-Außenminister Marco Rubio habe ihm dies in einem Telefonat bestätigt. Rubio erwarte demnach "kein weiteres Vorgehen in Venezuela".

Quelle: ntv.de, als/rts/AFP

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