Politik

Fahndung nach weißem Renault Verdächtige flüchten wohl nach Frankreich

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Die spanische Polizei hat ihre französischen Kollegen um Hilfe bei der Fahndung gebeten.

(Foto: AP)

Die spanische Polizei hat inzwischen alle Verdächtigen der Anschläge von Katalonien identifiziert. Dabei muss sie wohl ihre bisherige Annahme über den Haupttäter revidieren. Der befindet sich nämlich wahrscheinlich weiter auf der Flucht.

Im Zusammenhang mit den Anschlägen in der spanischen Metropole Barcelona sowie in Cambrils wird nach einem Fahrzeug gefahndet. Wie aus französischen Polizeikreisen verlautete, übermittelte ihr die spanische Polizei Angaben zu einem weißen Renault Kangoo. Der Hochdachkombi ist möglicherweise über die Grenze nach Frankreich gefahren worden.

Die spanische Polizei geht davon aus, dass insgesamt ein Dutzend Verdächtige in die Anschläge verwickelt sein könnten. Vier davon nahmen die Beamten bereits in Ripoll fest, fünf weitere wurden in der Nacht zu Freitag in Cambrils erschossen. Auch die Identitäten der anderen drei Verdächtigen sind den Behörden bekannt, wie sie auf Twitter mitteilten.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Marokkaner und einen Spanier aus der nordafrikanischen Exklave Melilla. Sie sind Angaben zufolge 21, 27, 34 und 38 Jahre alt. Keiner von ihnen war bereits im Zusammenhang mit Terrorismus auffällig geworden.

Auch die Identitäten der erschossenen Attentäter von Cambrils gelten weitestgehend als geklärt. Dabei soll es sich um marokkanischstämmige Männer im Alter von 17 bis 24 Jahren handeln. Medienberichten zufolge befindet sich unter ihnen auch der zunächst Hauptverdächtige des Anschlags in Barcelona, Moussa Oukabir. Ursprünglich gingen die spanischen Behörden davon aus, dass der 17-Jährige das Tatfahrzeug mit dem Pass seines älteren Bruders Driss, der unter den Festgenommenen von Ripoll ist, gemietet hat und ihn dann in die Menschenmenge auf der Rambla lenkte. Anschließend soll er zu Fuß geflüchtet sein.

Oukabirs Vater bestätigte die Berichte vom Tod des 17-Jährigen. Er habe von der Polizei erfahren, dass sein Sohn Moussa nach dem Anschlag in Cambrils getötet worden sei, sagte Saïd Oukabir in seinem marokkanischen Heimatdorf Melouiya. Nach Angaben des Vaters lebt die Mutter von Moussa und Driss Oukabirs in Ripoll.

Die Polizei zieht nun indes einen anderen Verdächtigen als Fahrer des Lastwagens in Betracht. Der 22-jährige Younes Abouyaaqoub soll sich mit zwei weiteren Männern in dem weißen Renault Kangoo auf der Flucht befinden befinden. Nach ihnen wird nun mit Hochdruck gefahndet.

Bei den Anschlägen auf dem populären Boulevard Las Ramblas in Barcelona und im rund hundert Kilometer südlicher gelegenen Cambrils waren insgesamt 14 Menschen getötet und knapp 120 weitere verletzt worden, darunter mindestens 13 Deutsche. Zu der Tat in Barcelona bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

Quelle: ntv.de, lou/AFP

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