Politik

Nach Drogen-Ermittlungen Volker Beck: "Ich bin bei Verstand"

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Volker Beck war eigentlich zum Thema "Ausländer rein! Retten Einwanderer unseren Arbeitsmarkt?" eingeladen.

(Foto: imago/Eibner)

Nach dem bekannt gewordenen mutmaßlichen Konsum von Crystal Meth tritt der Grünen-Politiker Volker Beck allmählich wieder in der Öffentlichkeit auf. In einer Talksendung erklärt er erneut sein Verhältnis zu Drogen.

Der Grünen-Politiker Volker Beck hat sich erstmals nach seinem Comeback in einer TV-Sendung zu seinem Drogenkonsum erklärt. In der ARD-Sendung "Maischberger" sagte er auf die Frage, ob er ein Drogenproblem habe: "Da muss sich niemand Sorgen machen. Ich bin bei Verstand und hellwach." Es gehe ihm gut. Politiker seien so fehlerhaft wie alle anderen Menschen und kein säkularer Heiligenersatz. "Für uns gelten die gleichen gesetzlichen Regeln wie für alle Bürgerinnen und Bürger." Und dann müssten auch das Recht zu schweigen und das Recht auf Privatsphäre gelten.

Er könne nicht ausschließen, dass manche nicht akzeptieren wollen, dass sein Umgang mit Drogen seine Privatangelegenheit sei. "Aber das ist mein Standpunkt und den vertrete ich." Diesen Maßstab habe er in der Vergangenheit auch bei Menschen angelegt, die in einer ähnlichen Situation waren. Er wolle sich jedoch entschuldigen. "Ich bedauere, dass ich mit mir selbst nicht achtsam genug war, und vor allem nicht achtsam genug mit dem Vertrauen, das viele Menschen in mich gesetzt haben, umgegangen bin."

Am 1. März war der Grünen-Politiker von der Berliner Polizei mit 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelverdächtigen Substanz" aufgegriffen worden. Es soll sich dabei um die synthetische Droge Crystal Meth gehandelt haben. Beck trat daraufhin von seinen Ämtern als innen- und religionspolitischer Sprecher der Fraktion sowie als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe zurück und ließ sich krankschreiben. Sein Bundestagsmandat behielt er aber. Mitte April stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Beck wegen geringer Schuld gegen Zahlung von 7000 Euro ein.

Anschließend erklärte er sich erstmals öffentlich: Auch damals bat er um Entschuldigung, sein Verhalten sei falsch und dumm gewesen. Er berief sich jedoch auch damals darauf, seine Privatsphäre schützen zu wollen. Auch für Abgeordnete gelte das Recht zu schweigen. So wollte er genauere Angaben zu seinem Drogenkonsum nicht machen. Beck betonte außerdem, dass er zwar stets für eine liberale Drogenpolitik gewesen sei, aber niemals Drogen verharmlost habe. Es sei ihm darum gegangen, dass Menschen nicht kriminalisiert werden, die Drogen nehmen.

Quelle: n-tv.de, jog

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