Politik

Forderung nach SchadenersatzVon ICE getötet: Familie von Renee Good klagt gegen Trump-Vertraute

01.10.2026, 18:20 Uhr
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Plakate in der US-Hauptstadt Washington erinnern an die getöteten Alex Pretti und Rene Good. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Die Trump-Regierung schickt vergangenen Winter Tausende teils bewaffnete und vermummte Kräfte der US-Einwanderungsbehörden nach Minnesota. Bei einem Einsatz erschießt ein ICE-Beamter die dreifache Mutter Renee Good. Ihre Hinterbliebenen ziehen nun vor Gericht.

Rund neun Monate nach dem gewaltsamen Tod der US-Bürgerin Renee Good in Minneapolis zieht die Familie gegen die Verantwortlichen der Abschiebepolitik vor Gericht. Die Hinterbliebenen um Goods Bruder Brent Ganger reichten eine Klage gegen die US-Regierung ein und eine weitere gegen führende Funktionäre der Migrationspolitik - darunter Stephen Miller, Vizestabschef von Präsident Donald Trump, sowie Kristi Noem, die damals das Heimatschutzministerium führte, dem auch die Abschiebebehörde ICE untersteht.

Als Teil der rigorosen Abschiebepolitik der Trump-Regierung hatte das Heimatschutzministerium vergangenen Dezember Tausende teils bewaffnete und vermummte Einsatzkräfte in den Bundesstaat Minnesota entsandt. Bei Razzien der "Operation Metro Surge" im Januar wurden dann die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti erschossen. Die Taten sorgten für einen landesweiten Aufschrei und erhebliche Kritik am Vorgehen der US-Regierung.

Unermessliches Leid durch Tod der Partnerin

Neben Ganger werden die Klagen auch von Rebecca Good geführt, der Partnerin von Renee Good. Laut Klageschrift stand Rebecca neben Renee Goods Auto, als Bundesbeamte das Feuer eröffneten. Renee Good sei dabei auch am Kopf getroffen worden. In der Klage heißt es, Rebecca habe durch die rechtswidrige Erschießung ihrer Partnerin "unermesslich gelitten". Zudem sei bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden.

In beiden Klagen verlangen die Hinterbliebenen Schadenersatz für die Leiden, die die dreifache Mutter vor ihrem Tod erleiden musste. Zudem klagen sie unter anderem Schadenersatz für die schwere psychische Belastung Rebecca Goods ein.

Handyaufnahmen von Augenzeugen zeigten damals, wie ein Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in einem Wohngebiet von Minneapolis mit dem Tod von Renee Nicole Good endet. Ein Beamter hatte aus direkter Nähe mehrere Schüsse auf die 37-Jährige abgegeben.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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