Politik

Versagen von Land und Bund?Von Notz: Berliner Hackerangriff wird Steuerzahler Millionen kosten

06.09.2026, 07:42 Uhr
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"Die Bundesregierung trifft eine direkte Mitschuld", sagte Konstantin von Notz. (Archivbild) (Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Hacker veröffentlichen nach einem gescheiterten Erpressungsversuch hochsensible Daten der Berliner Verwaltung im Darknet. Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sieht darin den möglicherweise schwersten IT-Sicherheitsvorfall auf Landesebene. Er spricht von personellen Konsequenzen.

Der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz erhebt nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung schwere Vorwürfe gegen das Land Berlin und die Bundesregierung. "Das ist ein echter Daten-Super-GAU", sagte von Notz dem "Handelsblatt". Der Angriff scheine "sehr viel weitreichender als zunächst bekannt", so der Sicherheitspolitiker. "Sollte sich herausstellen, dass Schutzmechanismen bewusst nicht eingehalten wurden und der dringend notwendige Geheimschutz nicht gewährleistet war, wären auch personelle Konsequenzen unausweichlich."

Unter den veröffentlichten Dateien befänden sich offenbar "zahlreiche hochsensible Informationen", darunter Angaben zu kritischer Infrastruktur und Notfallplänen, betonte er Grünen-Politiker. Es könne sich um den schwersten bislang bekannt gewordenen IT-Sicherheitsvorfall auf Landesebene handeln.

Der Fall rückt von Notz zufolge "die massiven Versäumnisse der Bundesregierung in den Fokus". Trotz wiederholter Warnungen seien "bekannte Sicherheitslücken" nicht geschlossen worden. Die finanziellen Folgen könnten erheblich sein. "Der jüngste Fall in Berlin wird die Steuerzahler Millionen kosten. Die Bundesregierung trifft eine direkte Mitschuld."

Die von Hackern gestohlenen Daten der Berliner Senatsverwaltung wurden mittlerweile veröffentlicht. Laut Rundfunk Berlin-Brandenburg veröffentlichte die Hackergruppe Rhysida rund 1,4 Millionen Daten in mehreren Paketen. Darunter könnten laut Senatskanzlei auch personenbezogene Daten von Beschäftigten des Landes Berlin, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen sein.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP

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