Politik

Andrang an den UrnenWahl in Sachsen-Anhalt: Wahlbeteiligung liegt schon bei über 65 Prozent

06.09.2026, 13:25 Uhr
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Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgt über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen: Erstmals könnte die AfD einen Ministerpräsidenten stellen. Die Bedeutung der Abstimmung scheint den Menschen bewusst. Sie beteiligen sich rege an dem womöglich historischen Urnengang.

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine sehr hohe Wahlbeteiligung ab. Um 16 Uhr lag sie bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Das war deutlich höher als bei der letzten Landtagswahl am 6. Juni 2021, als um 16 Uhr erst 41 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten. Die Briefwahl ist noch nicht eingerechnet.

Zur Wahl sind rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen. Die insgesamt rund 2130 Wahllokale im Land haben heute noch bis 18 Uhr geöffnet. 

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Erste Prognosen werden kurz nach der Schließung der Wahllokale erwartet. Mit ​ersten Zwischenergebnissen für die Wahlkreise wird ab 19 Uhr gerechnet. Das vorläufige Endergebnis soll laut der Landeswahlleiterin in der Nacht bzw. am frühen Montagmorgen feststehen. Sie spricht bisher von einer "reibungslosen Abwicklung des Wahlgeschäftes". Es gebe "keine unverhältnismäßigen Wartezeiten".

Mit der hohen Wahlbeteiligung scheint ein Wunsch von Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze in Erfüllung zu gehen. Er sagte nach seiner Stimmabgabe in Magdeburg, dass er auf eine hohe Wahlbeteiligung hoffe.

Schulzes Kontrahent Ulrich Siegmund von der AfD hatte in dessen Heimat Tangermünde im Norden von Sachsen-Anhalt gewählt. Dort hatten viele Anhängerinnen und Anhänger auf ihn gewartet. Bei Schulzes Stimmabgabe waren deutlich weniger Menschen vor Ort, die meisten von ihnen Vertreterinnen und Vertreter der Presse.

Siegmund dürfte die Wahl deutlich gewinnen. Der AfD-Spitzenkandidat peilt 45 Prozent der Stimmen plus X an, um anschließend ohne Koalitionspartner regieren zu können. Dieses Ziel hatte er nach seinem Urnengang noch einmal ausgerufen. Falls er die absolute Mehrheit verfehlt, will er sich im neuen Landtag nicht zur Wahl des Ministerpräsidenten stellen. Siegmund schließt jede Koalition mit anderen Parteien aus.

Quelle: ntv.de, chr/lme/dpa

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