Politik

Kritik nach Tennisspiel Berliner CDU: Wegner hat Stromausfall gut gemanagt

08.01.2026, 09:37 Uhr
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Kai Wegner spielte während des Stromausfalls in Berlin Tennis mit seiner Lebensgefährtin. (Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Nach dem größten Stromausfall in Berlin seit 1945 steht der Regierende Bürgermeister wegen seines fehlenden Engagements in der Kritik. Während Zehntausende Mitbürger keinen Strom hatten, spielte Wegner Tennis. Nun bekommt er Unterstützung von seiner Parteifraktion.

Die Berliner CDU-Fraktion hat sich in der Debatte um das Agieren des Regierenden Bürgermeisters im längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte hinter Kai Wegner gestellt. Das war nach der digitalen Schalte am Morgen von mehreren Teilnehmern zu erfahren. Demnach gab es sehr viel Unterstützung für Wegners Krisenmanagement und auch keine Kritik an seinem einstündigen Tennismatch am Samstag, wenige Stunden nach Beginn des Blackouts.

"Er hat die Krise gut gemanagt, hat sich gekümmert, er war vor Ort", sagte ein Fraktionsmitglied. Mehrere Abgeordnete betonten, dass die Stromkrise nun aufgearbeitet und daraus die notwendigen Lehren gezogen werden müssten. "Das ist unser Fokus und nicht ein Tennisspiel." Wegner räumte demnach gegenüber der Fraktion ein, dass er rückblickend die Öffentlichkeit besser bereits am Wochenende über seine sportliche Pause informiert hätte.

Wegner - auch CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September - hatte am Mittwoch eingeräumt, dass er am vergangenen Samstag wenige Stunden nach Beginn des Blackouts Tennis gespielt hat. Gleichzeitig machten sich 100.000 Betroffene im Berliner Südwesten ohne Strom und Heizung, Internet und Handy-Empfang mitten im Winter große Sorgen. Vor Ort wurden eilig Notunterkünfte aufgebaut und andere Hilfen organisiert. Wegner spielte zusammen mit seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch Tennis, um - wie er es formulierte - den Kopf freizubekommen.

Ursache für den tagelangen Stromausfall war ein Brandanschlag, zu dem sich eine linksextreme Gruppe bekannte. Die CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus will sich am heutigen Morgen in einer kurzfristig angesetzten Telefonkonferenz über den tagelangen Stromausfall austauschen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner nimmt an der Besprechung teil, wie aus Fraktionskreisen zu erfahren war. Auch sein umstrittenes Tennismatch wenige Stunden nach dem Blackout werde demnach eine Rolle spielen.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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