Politik

Erst noch den IS besiegen Weißes Haus: Syrien-Einsatz bald vorbei

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Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, gab eine Mitteilung zum Syrien-Einsatz heraus. Die lässt aber Interpretationsspielraum zu.

(Foto: AP)

Bleiben die US-Truppen nun in Syrien oder nicht? Nach entsprechenden Äußerungen von Präsident Trump verkündet das Weiße Haus jetzt tatsächlich den baldigen Abzug. Klarheit gibt es aber trotzdem noch nicht.

Das Weiße Haus hat ein "rasches Ende" des US-Militäreinsatzes in Syrien angekündigt. Sprecherin Sarah Sanders machte in einer schriftlichen Erklärung aber auch deutlich, dass der Abzug nicht sofort erfolgen werde. Die USA blieben zusammen mit ihren Verbündeten dem Ziel verpflichtet, die verbliebene "niedrige Präsenz" von Dschihadisten der Miliz Islamischer Staat (IS) zu vernichten.

Die USA halten damit vorerst an ihrem Militäreinsatz in Syrien fest. US-Präsident Donald Trump hatte mit anderslautenden Äußerungen Spekulationen über einen baldigen und kompletten Truppenabzug ausgelöst. Das Weiße Haus teilte mit, der Einsatz in Syrien neige sich einem schnellen Ende zu, der IS sei fast "komplett zerstört".

Ein Datum für einen Truppenabzug wurde aber nicht genannt. Trump hatte in der vergangenen Woche überraschend erklärt, dass das US-Militär Syrien bald verlassen werde. Am Dienstag sagte er zu dem Einsatz: "Manchmal ist es Zeit, nach Hause zu kommen." Eine Entscheidung solle sehr schnell getroffen werden, hatte er betont.

Trump sagte weiter, es gebe Länder, die wollten, dass die USA in Syrien blieben. Ein Beispiel sei Saudi-Arabien. "Aber dann müssen sie dafür bezahlen", betonte er. "Ich möchte unsere Soldaten nach Hause bringen", sagte er. Es sei wichtiger, das eigene Land aufzubauen. Die USA hätten sieben Billionen Dollar im Nahen Osten investiert, sagte Trump. "Und wir haben nichts als Tod und Zerstörung gesehen", fügte er hinzu.

Der Syrien-Einsatz der USA ist allerdings nicht der Befriedung des Nahen Ostens, sondern dem Kampf gegen den Terrorismus gewidmet. Das Pentagon hat derzeit etwa 2000 Soldaten in dem Bürgerkriegsland. Der Kommandeur des US-Zentralkommandos, Joseph Votel, hatte am Dienstag gesagt, dass es in Syrien nach wie vor Gegenden gebe, in denen der IS aktiv sei und dass die US-Soldaten dort weiterhin tätig sein würden.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP/dpa

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