Politik

"Wir verfolgen alles"US-Regierung dementiert Berichte zu Russlands Hilfe für Iran nicht

07.03.2026, 04:37 Uhr
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"Wir verfügen über die besten Geheimdienstinformationen der Welt", sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Russland soll dem Iran Positionen von US-Militäranlagen übermittelt haben, darunter von Schiffen und Flugzeugen. Doch Pete Hegseth gibt sich demonstrativ unbeeindruckt. "Wir wissen, wer mit wem spricht", beteuert der US-Verteidigungsminister.

Die US-Regierung hat Medienberichte, wonach Russland dem Iran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten liefert, nicht dementiert. Darauf angesprochen, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth dem Sender CBS News: "Unsere Kommandeure sind über alles informiert. Wir verfügen über die besten Geheimdienstinformationen der Welt. Wir wissen, wer mit wem spricht. Wir sind darüber nicht besorgt."

Die USA wüssten, was vor sich gehe und US-Präsident wisse, wie man diese Risiken mindere. "Wir verfolgen alles," betonte Hegseth im US-Nachrichtenmagazin "60 Minutes". Auch Trump wurde bei einer Veranstaltung im Weißen Haus auf die Berichte angesprochen. Witzelnd sprach er zunächst von einem vergleichsweise einfachen Problem - und bügelte die Frage kurz darauf ab.

Zuvor hatte seine Sprecherin Karoline Leavitt gesagt, auch wenn die Russen Informationen weitergäben, mache das mit Blick auf den Krieg keinen Unterschied. Die US-Streitkräfte hätten den Iran bereits erheblich geschwächt. "Wir erreichen die militärischen Ziele dieser Operation - und das wird so weitergehen", fügte Leavitt hinzu.

Standortangaben und Bewegungsdaten

Der US-Sender CNN und die "Washington Post" berichteten zuvor unter Berufung auf mit US-Geheimdiensterkenntnissen vertraute Personen, dass der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen versorge. Der "New York Times" lagen unter Berufung auf US-Beamte ähnliche Informationen vor.

"Es scheint sich um eine ziemlich umfassende Maßnahme zu handeln", zitierte die "Washington Post" eine der Personen. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden.

Russland ist offiziell nicht an dem Krieg beteiligt. Moskau und Teheran haben zuvor im Rüstungsbereich zusammengearbeitet, so lieferte etwa der Iran Russland zu Beginn des Ukraine-Kriegs Drohnen vom Typ Shahed. Ein militärischer Beistand oder größere Waffenlieferungen für den Partner im Nahen Osten scheinen jedoch aktuell nicht im Raum zu stehen. Angesichts des Angriffskrieges gegen die Ukraine sind die russischen Kapazitäten ohnehin stark ausgelastet. Zugleich will sich Kremlchef Wladimir Putin die für Moskau ebenfalls wichtigen Beziehungen im Nahen Osten zu Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht verderben.

Am vergangenen Sonntag waren bei einem Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Kuwait sechs US-Soldaten getötet worden. Trump nimmt am heutigen Samstag an der Überführung der sterblichen Überreste der fünf Soldaten und einer Soldatin teil. Die Militärzeremonie findet auf einem Luftwaffenstützpunkt in Dover im US-Bundesstaat Delaware statt.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/AFP

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