Politik

Deutschland hat größten Anteil Zahl anerkannter Asylbewerber geht zurück

105571692.jpg

Die Zahl der Asylbewerber, die anerkannt werden, geht zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der gesamten EU geht die Zahl der schutzsuchenden Menschen zurück. Zwar werden weniger positive Asylbescheide ausgestellt, doch Deutschland bleibt trotz des Rückgangs das EU-Land, das die meisten Asylsuchenden anerkennt. Die Schlusslichter liegen im Osten Europas.

Die Zahl der anerkannten Asylbewerber in der EU ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Mit EU-weit 333.400 positiven Entscheiden wurden 40 Prozent weniger Menschen als schutzberechtigt anerkannt als im Vorjahr, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Auf Deutschland entfielen demnach erneut mit Abstand die meisten anerkannten Bewerber, obwohl dort auch der Rückgang am stärksten ausfiel.

So seien laut Eurostat gut 40 Prozent der positiven Entscheidungen im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik getroffen worden. Im vergangenen Jahr gewährte Deutschland demzufolge knapp 140.000 Menschen Schutz - 2017 waren es noch mehr als 325.000. Das entsprach einem Anteil von 60 Prozent der EU-weiten positiven Entscheide. In Italien stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der positiven Asylentscheide von rund 35.000 auf fast 48.000. Auch Frankreich verzeichnete 2018 eine leichte Zunahme um knapp 1000 Anerkennungen auf über 41.000.

Im Verhältnis zur Bevölkerung war Österreich 2018 das Land mit den meisten anerkannten Asylbewerbern. Hier wurden laut der Statistik pro Million Einwohner 2345 Menschen Schutz gewährt. Dahinter folgen Deutschland und Luxemburg mit 1685 und 1660 positiven Entscheiden pro Million Einwohner. Schlusslichter waren Polen und die Slowakei mit jeweils zehn Anerkennungen pro Million Einwohner.

Von den anerkannten Schutzsuchenden erhielten Eurostat zufolge EU-weit rund 164.000 den Flüchtlingsstatus und 100.000 eingeschränkten subsidiären Schutz. Rund 69.000 weitere bekamen eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen. Die meisten positiven Bescheide gingen an Syrer mit 96.100 Schutzsuchende, Afghanen mit 53.500 und Iraker mit 24.600. 70 Prozent der Syrer erhielten ihren Schutzstatus in Deutschland.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa/AFP

Mehr zum Thema