Politik

Noch unveröffentlichte Zahlen Zahl der Asylanträge in der EU um knapp 50 Prozent gestiegen

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Die meisten Anträge kamen von syrischen Staatsbürgern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im vergangenen Jahr erreichen die EU-Mitgliedstaaten deutlich mehr Asylanträge: Knapp eine Million Menschen bewerben sich um den Schutzstatus - viele von ihnen kommen aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien oder Afghanistan. Deutschland verzeichnet dabei die meisten Anträge.

Die Zahl der Asylanträge in der EU ist 2022 gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die EU-Kommission berichtet, stieg die Zahl der Asylanträge in den 27 EU-Ländern im Jahr 2022 auf 923.991 - das sind 46,5 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. Der "Situationsbericht" der EU-Kommission bezieht sich dabei auf bisher unveröffentlichte Zahlen des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EUAA) vom 4. Januar 2023.

Demnach wurden die meisten Anträge in Deutschland gestellt, gefolgt von Frankreich, Spanien und Österreich. Schlusslichter sind Ungarn, die Slowakei und Lettland. In Deutschland stieg die Zahl der Asylanträge um ein Drittel auf 226.467 und erreichte damit den höchsten Stand seit 2016. Jeder dritte Antragssteller in Deutschland kam dem Bericht zufolge aus Syrien, gefolgt von Afghanistan, der Türkei und dem Irak.

Mit Blick auf die gesamte EU kamen die meisten Anträge von syrischen Staatsbürgern, gefolgt von Afghanen, Türken, Venezolanern und Kolumbianern. Anträge von türkischen Staatsbürgern verdoppelten sich, Anträge von Personen aus Venezuela und Kolumbien stiegen um das Dreifache. Zudem hätten 2022 rund fünf Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine "vorübergehenden Schutz" in der EU gesucht.

Quelle: ntv.de, spl/rts/AFP

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