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Kampf gegen Extremismus Zahl der Terroropfer sinkt weltweit

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Anfang November töten Islamisten in Afghanistan 20 Mitarbeiter eines TV-Senders.

(Foto: picture alliance / Massoud Hossa)

Der Kampf gegen den weltweiten Terrorismus scheint erfolgreich: Auch 2016 geht die Zahl der Opfer von Anschlägen einer neuen Untersuchung zufolge deutlich zurück. Die Entwicklung trifft aber nicht auf Europa zu.

Die Zahl der weltweiten Terroropfer ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Aus dem neuen Global Terrorism Index der Londoner Denkfabrik IEP (Institute for Economics and Peace) geht hervor, dass im vergangenen Jahr weltweit 25.673 Menschen bei terroristischen Anschlägen starben. Das waren 13 Prozent weniger als 2015 und 22 Prozent weniger als 2014. Angesichts der militärischen Niederlagen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak sieht das IEP bereits einen Wendepunkt im Kampf gegen islamistischen Extremismus gekommen.

In Europa zeichnet sich allerdings ein anderes Bild ab. Dort gab es vergangenes Jahr 826 Terrortote und damit so viele wie seit 2002 nicht mehr. Allein 658 Todesopfer zählten die Experten in der Türkei. Es gibt aber Anzeichen, dass es 2017 zu einem Rückgang kommen könnte, so die Experten. Außerdem gelinge es den Sicherheitsbehörden immer häufiger, Anschläge zu verhindern. Probleme bereiten jedoch Attacken, die mit einfachen Mitteln durchgeführt werden können, beispielsweise mit Fahrzeugen.

Der größte Teil der terroristischen Aktivitäten spielt sich in Afrika, dem Nahen Osten und Asien ab. Dort ging die Zahl der Toten in vier der fünf am stärksten betroffenen Länder teils drastisch zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Nigeria mit einem Rückgang von 80 Prozent der Toten durch die Terrormiliz Boko Haram. Grund dafür sei vor allem eine internationale Militäroperation gegen die Miliz, heißt es in dem Bericht.

Auch in Pakistan, Syrien und Afghanistan sank die Zahl der Toten. Kein positives Bild zeichnet sich im Irak ab, dort stieg die Zahl der Terroropfer um 40 Prozent auf 9765. Verantwortlich dafür war vor allem die IS-Miliz.

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Quelle: n-tv.de, lri/dpa

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