Politik

Erhebungen der Bundespolizei Zahl illegaler Grenzübertritte sinkt drastisch

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Im März lag die Zahl häufig im zweistelligen Bereich.

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit Mitte Februar geht die Zahl der unerlaubten Einreisen an deutschen Grenzen stark zurück. Von nur noch knapp 1200 Menschen am Tag berichtet die Bundespolizei. Doch die Registrierungen im Easy-System zeigen andere Zahlen.

Seit Jahresbeginn hat die Bundespolizei an Deutschlands Grenzen 107.686 unerlaubt einreisende Menschen registriert. Dies geht aus Zahlen des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam hervor. Im Schnitt hat die Bundespolizei demnach zwischen 1. Januar und 31. März täglich knapp 1200 Menschen aufgegriffen.

Nach den Angaben der Behörde ging die Zahl der unerlaubten Einreisen seit Mitte Februar abrupt stark zurück. Waren es am 4. Januar noch 3469 Menschen, der bislang höchste Wert im Jahr 2016, so wurden seit dem 16. Februar an keinem Tag mehr als 1000 Migranten registriert. Im März lag die Zahl häufig sogar nur noch im zweistelligen Bereich und erreichte am 28. des Monats mit 75 Menschen den bisherigen Jahrestiefststand.

Wie die "Bild"-Zeitung vorab aus ihrer Samstagsausgabe berichtet, stiegen die Registrierungen im Easy-System des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) allerdings seit Januar stärker an als die Zahlen bei der Bundespolizei. Beim Bamf wurden demnach bis Anfang April 173.570 Menschen zur Erstverteilung erfasst, was einem Tageswert von 1909 Registrierungen entspricht.

Quelle: ntv.de, jki/AFP