Politik

"Nicht nur für mich"Zum Tode verurteilte Iranerin ruft Weltgemeinschaft zum Handeln auf

01.10.2026, 11:56 Uhr
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Iran zählt zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Das iranische Regime lässt Tausende Demonstranten töten und geht auch nach dem Ende der Proteste weiterhin mit aller Härte vor. Eine Verurteilte ruft die Welt nun zum Handeln auf. Viele Menschen wurden bereits hingerichtet.

Eine wegen der regierungskritischen Proteste zum Jahresbeginn im Iran zum Tode verurteilte Frau hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. "Ich appelliere an alle - die Öffentlichkeit, die UNO, Menschenrechtsorganisationen. Nicht nur für mich, sondern für alle anderen, deren Urteile bestätigt wurden und die seit Monaten nachts in Angst und Stress schlafen müssen", sagte Mahbubeh Schahbani in einer verbreiteten Audioaufnahme. "Ich fordere sie auf, etwas zu unternehmen."

"Ich mache mir keine Sorgen um mich selbst. Ich mache mir Sorgen um die anderen, deren Urteile bestätigt wurden", sagte die 33-Jährige nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen und dem in den USA ansässigen Center for Human Rights in Iran (CHRI) während eines Telefonats, das sie vom Gefängnis aus mit ihrer Familie führte.

Nach Angaben der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation HRANA wurde Shahbani wegen Handlungen während der Proteste im Januar verurteilt, die darauf abzielten, "Israel, die USA und Personen, die Oppositionsgruppen angehören" zu stärken. Nach Angaben von IHR hatte sie jedoch lediglich mit ihrem Motorrad verletzte Demonstranten transportiert.

Laut der NGO wurden seit dem 19. März mindestens 33 Demonstranten im Zusammenhang mit den Protesten im Januar oder den Massenprotesten im Jahr 2022 hingerichtet. Nach Angaben des CHRI droht derzeit neun Frauen im Iran wegen politischer und sicherheitsrelevanter Anschuldigungen die Hinrichtung. Insgesamt hatte das Regime bei den Protesten laut Schätzungen mehrere Tausend Demonstranten töten lassen. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden zudem im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen im Iran hingerichtet - der höchste seit 1981 verzeichnete Wert.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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