Produkt-Check Haushalt & Garten

5 Geräte im TestDas beste Grillthermometer unter 50 Euro

18.05.2026, 14:29 Uhr Screenshot 2026-01-15 125444Von Nikolai Henn
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Welches dieser fünf Grillthermometer hat im ntv Produkt-Check die Nase vorn? (Foto: RTL / ntv)

Messen statt Bauchgefühl, saftiges statt trockenes Fleisch - mit einem Grillthermometer lässt sich prüfen, wann Rindersteaks und Co. die optimale Kerntemperatur haben. Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf Modelle.

Das beste Grillthermometer unter 50 Euro Grillthermometer messen die Temperatur in Fleisch, Fisch oder anderem Grillgut. Dafür wird die Messsonde - ein dünner Metallfühler mit Spitze - in die dickste Stelle gesteckt, anschließend zeigt das Display die aktuelle Kerntemperatur an. Wir testen fünf einfache Modelle ohne App-Anbindung unter 50 Euro, also keine smarten Grillthermometer mit Funk, Bluetooth oder WLAN.

So läuft der Grillthermometer-Test ab

Die Messgenauigkeit der einzelnen Thermometer überprüfen wir nicht am Grill, sondern nutzen dafür ein Sous-vide-Wasserbad - ein entsprechender Stick hält hier das Wasser überall gleichmäßig auf Temperatur und wälzt es um. Als Referenz nutzen wir ein präzises Thermometer für Kontrollmessungen. Gemessen wird bei 20,0 Grad, 54,9 Grad und 89,7 Grad. Wir rechnen pro Modell zusammen, wie stark die Abweichung über alle drei Temperaturen insgesamt ausfällt. Die Testkriterien im Überblick:

  • Funktion und Leistung: Im Wasserbad prüfen wir die Messgenauigkeit, am Gasgrill mit Hähnchen und Rind geht es ums Tempo beim Messen.

  • Benutzerfreundlichkeit und Pflege: Wir achten darauf, ob die Grillthermometer einfach zu bedienen sind, ob das Display gut ablesbar ist und wie sich Sonde und Gehäuse nach dem Grillen reinigen lassen.

  • Ausstattung und Extras: Wir checken, was die Geräte zu bieten haben, etwa Beleuchtung, automatische Display-Drehung, Speicherfunktion für den Messwert, automatisches Ein- und Ausschalten, Magnet, Aufhängung, Alarm und Kabelsonde.

  • Verarbeitung und Qualität: Wir schauen, welche Modelle einen robusten und hochwertigen Eindruck machen und welche eher einfach gehalten sind.

Diese Grillthermometer testen wir

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

Grillthermometer im Test - das Fazit

Der Testsieger ThermoMaven F1 Turbo* überzeugt mit robuster Verarbeitung, schneller Anzeige, praktischen Extras und unkomplizierter Pflege. Der Preis-Leistungs-Sieger CIRYCASE FM143* bietet viel Nutzen für wenig Geld - etwa Kabelsonde und Alarmfunktion. Hinzu kommt eine niedrige Temperaturabweichung.

Unser Testsieger: ThermoMaven F1 Turbo Grillthermometer 

Kurz und knapp: Für alle, die ein robustes Gerät mit vielen Extras wie automatischer Display-Drehung suchen, überzeugt der ThermoMaven F1 Turbo mit flotter Anzeige und unkomplizierter Pflege. Im Temperatur-Genauigkeits-Test schneidet das Thermometer allerdings nur mittelmäßig ab.

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ThermoMaven F1 Turbo Grillthermometer
26,99 €29,99 €

Der ThermoMaven wirkt direkt robuster als die Geräte von DOQAUS und CIRYCASE. Der Rand ist teilweise gummiert, das Gehäuse liegt satt in der Hand. Klappt man die Sonde aus, geht automatisch das beleuchtete Display an, wobei die Zahlen gut lesbar sind. Die Bedienung bleibt angenehm schlicht: Eine Taste friert den Messwert ein, damit die Temperatur auch nach dem Herausziehen der Sonde noch in Ruhe abgelesen werden kann, eine weitere wechselt zwischen Celsius und Fahrenheit. Die automatische Display-Drehung hilft, wenn von links oder rechts eingestochen wird. Nach 30 Sekunden schaltet sich das Gerät aus. Außerdem praktisch: Der ThermoMaven lässt sich über einen Magneten am Grill befestigen oder über eine kleine Öse aufhängen. Ein Flaschenöffner ist mit verbaut.

Die Gesamtabweichung im Temperatur-Genauigkeits-Test liegt bei 1,7 Grad über alle drei Messpunkte. Wenn das ThermoMaven* nach längerer Nutzung nicht mehr ganz exakt misst, kann der Wert über die Kalibrierfunktion nach Abgleich mit einem festen Referenzpunkt wieder angepasst werden.

  • Messbereich: minus 50 bis 300 Grad.

  • Tempo: Laut Hersteller erscheint der Messwert nach 0,5 Sekunden (deckt sich mit unserem Praxistest).

  • Pflege: Das Gerät kann unter fließendem Wasser abgespült und danach trocken abgewischt werden.

Unser Preis-Leistungs-Sieger: CIRYCASE FM143 Grillthermometer 

Kurz und knapp: Für wenig Geld bietet das CIRYCASE FM143 mit Kabelsonde, Alarmfunktion und niedriger Gesamtabweichung viel praktischen Nutzen, wirkt aber einfacher verarbeitet als die teureren Modelle.

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CIRYCASE FM143 Grillthermometer
5501
12,91 €15,99 €

Das CIRYCASE kommt einfacher daher als ThermoMaven und ThermoPro: Kunststoffgehäuse und Tasten wirken weniger wertig, die Bedienung ist simpel. Über die drei Knöpfe lassen sich Displaybeleuchtung, Celsius-Fahrenheit-Wechsel, Hold-Funktion und Alarm ansteuern. Das Display ist gut ablesbar, hält man es im richtigen Winkel - ist es nicht optimal ausgerichtet, wirkt die Anzeige etwas blass. Praktisch sind der Magnet zur Befestigung an Metallflächen und die Öse zum Aufhängen. Das CIRYCASE FM143 schaltet sich nach 10 Minuten ohne Nutzung automatisch aus.

Am Grill punktet das CIRYCASE mit seiner Ausstattung: Neben der klappbaren Sonde gibt es eine Sonde mit einem 102 Zentimeter langen Edelstahlkabel. Bei Hähnchen oder dickeren Fleischstücken kann die Sonde im Grillgut bleiben, während das Hauptgerät außerhalb der Hitze liegt - im Vergleich zu allen anderen Modellen im Test ein klarer Mehrwert. Als einziges Modell bietet das CIRYCASE zudem eine Alarmfunktion: Wird eine Zieltemperatur eingestellt und erreicht, meldet sich das Thermometer. Die Gesamtabweichung im Sous-vide-Test beträgt 1,3 Grad über alle drei Temperaturen und liegt damit knapp hinter dem besten Modell im Feld. Genau wie der Testsieger verfügt das CIRYCASE* über eine Kalibrierfunktion.

  • Messbereich: minus 50 bis 300 Grad.

  • Tempo: Laut Hersteller erscheint der Messwert nach 2 bis 3 Sekunden (deckt sich mit unserem Praxistest).

  • Pflege: Gerät sollte nicht ins Wasser gehalten, sondern nur feucht abgewischt werden.

DOQAUS CP1 Grillthermometer - solide Werte, kleines Display

Kurz und knapp: Für schnelle Stichproben am Grill liefert das DOQAUS CP1 solide Messwerte und praktische Garstufen-Hinweise direkt am Gerät. Die kleinen Ziffern und das winkelabhängige Display machen das Ablesen aber weniger komfortabel.

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DOQAUS CP1 Grillthermometer
57459
8,49 €11,99 €

Das DOQAUS CP1 ähnelt in Aufbau und Materialgefühl dem CIRYCASE: klein, leicht und eher einfach verarbeitet, wobei die Sonde nach kurzer Zeit nicht mehr ganz so stabil sitzt. Die Anzeige lässt sich per Knopfdruck beleuchten, ist aber stark vom Blickwinkel abhängig. Hält man das Thermometer nicht passend, wirkt das Display schnell blass. Dazu kommen die kleinsten Ziffern im Testfeld, was das Ablesen am Grill etwas erschwert. Das DOQAUS CP1 schaltet sich nach 10 Minuten ohne Nutzung von selbst aus und schont so die Batterie.

Die Ausstattung ist ordentlich: Es gibt Auto-On und Auto-Off beim Ein- und Ausklappen, eine um 180 Grad drehbare Anzeige, eine Hold-Funktion sowie Magnet und Öse zur Aufbewahrung. Der Magnet sitzt jedoch etwas locker und fällt bei unserem Testgrillen aus der Halterung. Hilfreich sind die Garstufen-Hinweise auf der Rückseite: Typische Zieltemperaturen für verschiedene Fleischsorten stehen direkt am Gerät und müssen nicht extra nachgeschlagen werden.

Die Gesamtabweichung des DOQAUS CP1* im Sous-vide-Test liegt bei 1,4 Grad über alle drei Messpunkte. Damit landet das DOQAUS im soliden Mittelfeld.

  • Messbereich: minus 50 bis 300 Grad.

  • Tempo: Laut Hersteller erscheint der Messwert nach 3 Sekunden (deckt sich mit unserem Praxistest).

  • Pflege: Gerät vorsichtig abwischen, nicht komplett ins Wasser halten und keine Seifenlauge zum Reinigen der Metallsonde verwenden.

Weber Grillthermometer - sehr genau, wenig Komfort

Kurz und knapp: Das Weber Grillthermometer eignet sich für genaue Kontrollmessungen, bietet aber kaum Extras und reagiert langsamer als die schnellen Modelle.

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Weber Grillthermometer
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18,29 €19,69 €

Das Markengerät von Weber ist bewusst einfach gehalten, zwei Tasten reichen für Ein-Aus und den Wechsel zwischen Celsius und Fahrenheit. Die Sonde lässt sich nicht einklappen, ein Magnet fehlt, eine Öse zum Aufhängen ebenfalls. Die Verarbeitung ist zweckmäßig, erreicht aber nicht den wertigeren Eindruck von ThermoMaven oder ThermoPro. Das Display lässt sich nicht beleuchten, und die Ziffern sind nur dann gut zu erkennen, wenn man einen optimalen Blickwinkel hat. Praktisch ist die automatische Abschaltung nach 15 Minuten. Am Grill merkt man, dass das Weber weniger Komfort bietet als die anderen Modelle im Test. Vor allem die fehlende Hold-Funktion fällt auf, weil der Messwert nicht eingefroren und nach dem Herausziehen in Ruhe abgelesen werden kann. Bei der Genauigkeit schlägt sich das Weber* im Wasserbad dafür sehr gut: Die Gesamtabweichung liegt hier bei 1,2 Grad über alle drei Messpunkte - der beste Wert im Test.

  • Messbereich: 0 bis 230 Grad.

  • Tempo: Laut Hersteller erscheint der Messwert nach weniger als 15 Sekunden (in unserem Praxistest 3 bis 5 Sekunden).

  • Pflege: von Hand reinigen mit feuchtem Tuch, nicht für die Spülmaschine geeignet.

ThermoPro TP622 Grillthermometer - starke Ausstattung mit Genauigkeitsabstrich

Kurz und knapp: Das ThermoPro TP622 bietet die hochwertigste Verarbeitung, sehr gute Ablesbarkeit und viele Extras, schneidet im Temperatur-Genauigkeits-Test aber am schwächsten ab.

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ThermoPro TP622 Grillthermometer
371
35,99 €46,99 €

Das ThermoPro wirkt im Testfeld am hochwertigsten verarbeitet: Der gummierte Griff sorgt für sicheren Halt, die Anzeige ist groß, die Ziffern bleiben auch aus schrägem Blickwinkel sehr gut erkennbar. Sonde und Einklappmechanismus machen einen stabileren Eindruck als bei den einfachen Kunststoffmodellen. Bleibt es unbenutzt liegen, schaltet sich das ThermoPro TP622 nach 90 Sekunden automatisch aus.

Die Ausstattung fällt umfangreich aus: Automatische Display-Drehung, Auto-On, beleuchtetes Display, Kalibrierfunktion und Magnet sind an Bord. Dazu stehen empfohlene Kerntemperaturen direkt auf der Rückseite, was beim Wechsel zwischen Rind, Schwein und Geflügel praktisch ist. Im Sous-vide-Test liegt die Gesamtabweichung bei 2,5 Grad über alle drei Temperaturen. Damit liefert das ThermoPro* in diesem Punkt die unsauberste Leistung im Test.

  • Messbereich: minus 50 bis 300 Grad.

  • Tempo: Laut Hersteller erscheint der Messwert nach einer Sekunde (deckt sich mit unserem Praxistest).

  • Pflege: Die Sonde sollte mit einem feuchten Tuch, Seife oder Schwamm gereinigt werden und gehört nicht in die Spülmaschine oder ins Wasserbad.

*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Quelle: ntv.de

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