Produkt-Check Haushalt & Garten

Saugen, wischen, sauber?Elektrische Wischmopps im Test - einer putzt alle(s) weg

20.01.2026, 11:16 Uhr imageVon Beatrix Böhm
Testerinnen-mit-den-unterschiedlichen-elektrischen-Wischmopps
Die Mopps müssen auf Fliesen und Parkett in den Kategorien Handhabung, Lautstärke und Effizienz bestehen. Welcher überzeugt am meisten? (Foto: RTL/ntv.de)

Elektrische Wischmopps versprechen, echte Gamechanger in Sachen Putzen zu sein. Wir testen für den ntv Produkt-Check vier Modelle unterschiedlicher Preisklassen. Welches liefert am Ende wirklich sauber ab?

Unhandliche Wassereimer durchs Haus hieven und nach dem Putzen den Boden aufwändig trocken wischen - dank elektrischer Wischmopps soll all das der Vergangenheit angehören. Entsprechende Geräte versprechen, Böden gründlich und zeitsparend zu reinigen, indem sie automatisch Wasser und Reinigungsmittel perfekt dosieren und gleichmäßig verteilen. Aber funktioniert das auch in der Praxis? Vier elektrische Mopps müssen im Produkt-Check zeigen, was sie drauf haben.

So testen wir die elektrischen Wischmopps

Für den ntv Produkt-Check testen wir vier gut bewertete elektrische Wischmopps zwischen 79,90 und 159,95 Euro (UVP), wobei die Preise saisonalen Preisschwankungen unterlegen sind und stark variieren können. Die zentralen Fragen: Wie gut kommen die Geräte gegen Dreck, Flüssigkeiten und Staub an, wie lange hält der Akku? Mit einem weißen Tuch prüfen wir außerdem, wie sauber der Boden nach dem Einsatz ist. Daneben im Fokus: die Lautstärke des Mopps, die wir mithilfe eines Dezibelgeräts bestimmen. Unterstützt werden wir von "Putzmarie" Maria Lust, einer echten Expertin in Sachen Haushalt und Reinigung.

Elektrische Wischmopps - vier Geräte im Test

Generell gilt: Alle vier Akku-Mopps kommen mühelos unter Möbel und in schwer erreichbare Ecken.

Der Testsieger: Philips OneUp elektrischer Mopp

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Mit knapp 180 Euro (UVP) erputzt sich im Produkt-Check der Philips OneUp den Testsieg - wischen, sprühen und das Schmutzwasser direkt wieder absaugen, lautet das Versprechen des Mopps, das überzeugend eingehalten wird. Dafür kommt das Gerät gleich mit zwei Tanks: Oben kommt das Frischwasser rein, unten landet der Schmutz. Ein Mikrofaserpad befeuchtet den Boden und saugt Schmutz und Flüssigkeiten direkt wieder auf.

Unsere Testerin ist begeistert: Das Gerät - das teuerste im Produkt-Check - ist "superleicht, total wendig" und der Boden sei nach dem Putzen "ganz clean", resümiert sie. Auch in der Küche überzeugt der rund zwei Kilo leichte Mopp und saugt ausgelaufene Flüssigkeiten und feste Schmutzpartikel problemlos weg - keine Überbleibsel, keine Rückstände. Insgesamt dauert die Reinigung gerade mal 90 Sekunden, mit 75 Dezibel ist der Philips OneUP in unserer Stichprobe das leiseste Gerät.

Preis-Leistungssieger: Genius 3-in-1 Wischmopp

Der Mopp von Genius besitzt einen HEPA-Filter, der vor allem für Allergiker Vorteile birgt: Dreck und Staub kommen rein, saubere Luft wieder raus. Zum Wischen gibt es ein Mikrofaserpad und einen 300-ml-Tank, der feinen Nebel versprüht. Der Praxis-Tipp der Putzmarie: Für ein streifenfreies Ergebnis solle in Wellenbewegungen gewischt werden - bewege man den Mopp nur vor und zurück, werde der Dreck lediglich verteilt statt weggewischt..

Auch hier messen wir die Lautstärke: 85 Dezibel, so laut wie ein Föhn eine Armlänge entfernt. Bei den Flüssigkeiten in der Küche kann der Genius-Dreifach-Mopp punkten: Binnen zwei Minuten ist alles sauber, der Feuchtfilm nach sieben Minuten trocken. Darüber hinaus zeigt der Wischtest keine Reste, keinen Schmutz. Saubere Sache, lautet das Urteil der Expertin.

Verlinkt ist ein neueres Set als im Test, das mit 15 Teilen kommt und mit einem Preis von knapp 200 Euro bei Amazon ausgewiesen ist.

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Der elektrische Mopp von Hurricane ist das günstigste Modell im Test. Die beiden Pads werden vor der Nutzung mit einem milden Reiniger besprüht, der kaum schäumt, dann geht's ans Putzen. Hier zeigt sich allerdings schnell: Statt sauberzumachen, wirbelt der Akku-Mopp den Dreck im Test quer durchs Wohnzimmer. Daneben ist der Hurricane mit 94 Dezibel der lauteste Mopp im Test, der Pegel ist vergleichbar mit einem Föhn direkt am Ohr.

Je nach Raumtemperatur ist der Boden nach circa zehn Minuten trocken. Beim Wischtest mit dem weißen Tuch wird jedoch deutlich: Ganz sauber wird es nicht, Gartendreckreste bleiben zurück. Auch das Ergebnis nach dem Flüssigkeiten-Test in der Küche überzeugt nicht komplett: Reste von Kaffee und Joghurt sind trotz Wisch-Einsatz noch deutlich erkennbar.

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Wischen, schrubben, sprühen - das soll der iDOO-Mopp dank zwei rotierender Mikrofaserpads und einem 350-Milliliter-Wassertank leisten. Mit einem Gewicht von rund drei Kilo ist dieses Modell das schwerste im Test und mit 81 gemessenen Dezibel so laut wie ein Staubsauger. In Sachen Sauberkeit gibt es Defizite: Wie beim Hurricane-Modell verteilen die rotierenden Pads auch hier den Dreck eher, als ihn zu entfernen, der Wischtest weist deutliche Schmutzreste auf. Zum Vergleich: Der Genius-Mopp hat ein flaches Mikrofaserpad ohne Rotation - für unsere Expertin die bessere Lösung.

Können elektrische Mopps auch Parkett?

Weil Parkettböden sehr empfindlich sind, sollte generell auf den Grad der Feuchtigkeit geachtet werden - nebelfeucht reicht hier vollkommen aus. Auch bei Parkett zeigt sich: Ohne rotierende Pads funktioniert das Putzen besser, die Akku-Mops mit flachen Wischpads und Saugfunktion liefern sauber ab. Das Problem bei den sich drehenden Pads? Dass der Schmutz "zur Seite gefedert wird" und man ihn dadurch eigentlich nur verteile, erklärt die Putzmarie - ein wichtiger Hinweis für all jene, die sich jetzt überlegen, ins E-Mopp-Business einzusteigen.

*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten, führt Tests durch und bewertet nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Quelle: ntv.de

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