Produkt-Check Küche

Alles Latte oder was? Dieser Milchaufschäumer macht den besten Schaum

23.04.2026, 08:05 Uhr
imageVon Sandy Liesen
Milchaufschaeumer-im-Test
Aber bitte mit Milchschaum! Die ntv/RTL-Testredaktion hat fünf Milchaufschäumer getestet. Das Ergebnis? (Foto: RTL/ntv.de)

Ob Caffè Latte, Cappuccino oder Galao - viele Kaffee-Variationen funktionieren nur mit lecker-fluffigem Milchschaum. Damit der auch zu Hause gelingt, testen wir für den ntv Produkt-Check fünf Milchaufschäumer. Welches Gerät holt sich den Testsieg?

Richtig lecker wird der Flat White erst, wenn der Schaum feinporig und cremig ist - darin dürften sich viele Coffee-Lover einig sein. Aber wie erzielt man auch in der heimischen Küche Hause echte Barista-Ergebnisse? Vom einfachen Handquirl bis hin zum elektrischen High-End-Modell - wir testen fünf verschiedene Modelle, die sowohl warm als auch kalt aufschäumen können.

So testen wir die Milchaufschäumer

  • erster Eindruck: Was fällt beim Auspacken auf, wie sind die Geräte verarbeitet?

  • Anwendung: Wie funktionieren die Einstellungen, wie viele Stufen gibt es?

  • Ergebnis: Wie fluffig ist der Milchschaum, wie der Geschmack, gelingt Latte Art?

Zur Transparenz: Wir verwenden im Test Frische Weidemilch mit einem Fettanteil von 3,8 Prozent und eine Barista Hafermilch. Fettarme Varianten und haltbare Milchsorten würden wegen ihrer Eigenschaften zu anderen Testergebnissen führen.

Bodum und Co. - diese Milchaufschäumer testen wir

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

Milchschäumer im Produkt-Check - das Fazit

Der ntv Produkt-Check macht deutlich: Ein hoher Preis garantiert nicht unbedingt das beste Ergebnis. Mit keinem der Geräte lässt sich kalte Frischmilch fluffig, feinporig und cremig aufschäumen - andere Milchsorten (fettarm, H-Milch) würden hier mit großer Wahrscheinlichkeit zu besseren Ergebnissen führen. Zum Testsieger küren wir den Simpletaste Milchaufschäumer*, der Bodum Latteo Milchaufschäumer* sichert sich für circa 19 Euro den Preis-Leistungs-Sieg. Das High-End-Gerät von Smeg lohnt sich nur für all jene, die viel Wert auf ein schickes Design legen.

Testieger: der Milchaufschäumer von Simpletaste

Kurz und knapp: Der Milchaufschäumer von Simpletaste bietet viele Funktionen und schäumt im Test die Milchsorten zu cremig-fluffigem Schaum. Mission completed.

Auf den ersten Blick wirkt der Schäumer auf uns nicht sehr hochwertig, die Optik ist Geschmackssache. Das ändert sich allerdings in Aktion: Das Simpletaste-Gerät bietet die Möglichkeit, verschiedene Programme einzustellen: dichtes Aufschäumen, luftiges Aufschäumen, einfaches Erhitzen, kaltes Milchaufschäumen. Die Mindestkapazität liegt bei 75 Milliliter, das Maximum bei 130 Milliliter.

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SIMPLETASTE Milchaufschäumer
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In ca. eineinhalb bis zwei Minuten liefert der Simpletaste Milchaufschäumer* perfekten Schaum bei beiden Milchsorten: super cremig, mit dem einen Programm etwas luftiger, mit dem anderen etwas feiner. Die Konsistenz überzeugt, der Schaum hat so gut wie keine Luftbläschen. Auffällig: Bei den Schaumergebnissen der verschiedenen Programme (luftig/dicht) erkennen wir tatsächlich einen deutlichen Volumenunterschied.

Dank der spitzen Tülle lässt sich der Schaum direkt aus dem Behälter in die Tasse kippen, mit etwas Übung lässt sich dabei ein Muster gießen. Einen kleinen Punktabzug gibt’s beim kalten Aufschäumen, das etwa zwei Minuten dauert: Die frische Kuhmilch lässt sich in unserem Praxistest etwas schlechter aufschäumen, die Hafermilch hingegen umso besser. Der Milchaufschäumer ist in Aktion von allen getesteten Geräten das leiseste, die strukturierte Oberfläche sorgt dafür, dass Fingerabdrücke kaum sichtbar sind.

Preis-Leistungs-Sieger: der Handaufschäumer von Bodum

Kurz und knapp: Insgesamt bietet der mechanische Bodum-Schäumer eine gute Low-Tech-Lösung zum kleinen Preis und ist praktisch für unterwegs, wenn keine Steckdose zur Verfügung steht.

Der Milchaufschäumer von Bodum ist das einige Modell im Test, das nicht elektronisch funktioniert - ein Glasbehälter und ein beweglicher Deckel mit Sieb, optisch erinnert das günstigste Gerät im Test an eine French Press. Die Handhabung ist selbsterklärend: Das Sieb wird per Hand rauf und runter bewegt, bis sich das Volumen der eingefüllten Milch knapp verdoppelt, die Kapazität beträgt laut Hersteller 250 Milliliter. Bei kalter Kuhmilch funktioniert das nicht, selbst nach einer Minute Pumpen ist kein Schaum entstanden. Bei kalter Hafermilch haben wir aber nach etwa 30 Sekunden ein solides Schaum-Ergebnis.

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Bodum 1446-01 Milchschäumer mit Glasgriff
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Mit warmer Milch funktioniert das Schäumen bei beiden Varianten problemlos, in weniger als 30 Sekunden verdoppelt sich jeweils der Inhalt hin zu feinporigem Schaum. Ist das Sieb heruntergedrückt, lässt sich die aufgeschäumte Milch direkt aus der Kanne in den Kaffee kippen. Das funktioniert im Test leider nicht perfekt, da erst die flüssige Rest-Milch durch die kleine Öffnung fließt, dann der Schaum. Ein Kunstwerk lässt sich hier nicht kreieren, aber der Geschmack überzeugt.

Ein Vorteil: Durch die händische Anwendung hat man Kontrolle über die Schaumkonsistenz, je nachdem, wie lange und kräftig man pumpt. Durch den Glasbehälter ist zu jedem Zeitpunkt ersichtlich, wie das Schaumergebnis ist. Die Temperatur der Milch kann der Nutzer selbst bestimmen, was Vor- und Nachteil zugleich ist, da die Flüssigkeit im Fall separat erwärmt werden muss. Die Reinigung des Bodum-Schäumers* ist einfach, alle Teile sind spülmaschinengeeignet.

Der Philips Senseo Milk Twister macht im Test festen Milchschaum

Kurz und knapp: Der Philips Milchaufschäumer ist in Betrieb etwas lauter als der von Simpletaste, aber nicht unangenehm. Der Behälter hat keinen Ausgießer, das Schaumergebnis fällt gemischt aus.

Der Milchaufschäumer wirkt gut verarbeitet, kleines Manko: Die Oberfläche ist sehr anfällig für Fingerabdrücke und Kalkflecken. Das Gerät funktioniert wie der Simpletaste-Aufschäumer, hat aber nur zwei Programme für kaltes und warmes Aufschäumen, die maximale Füllmenge beträgt 120 Milliliter.

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Philips Senseo Milk Twister
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In knapp eineinhalb Minuten sind sowohl Hafer- als auch Kuhmilch warm, sogar fast heiß. Bei der Kuhmilch bekommen wir ein sehr dichtes Schaumergebnis, für manche Geschmäcker vielleicht fast etwas zu fest. Beim Rauskippen kommt erst die flüssige Milch, dann unkontrolliert der feste Schaum in einem Klumpen. Latte Art? Unmöglich! Auch die Hafermilch wird sehr fest geschäumt, allerdings ein wenig cremiger als die Kuhmilch. Das kalte Aufschäumen funktioniert mit der Kuhmilch im Test nicht, bei der Hafermilch erhalten wir mit dem Philips Senseo Milk Twister* aber einen guten, nicht zu festen Schaum.

Tchibo Milchaufschäumer im Test - optisch top, aber zu fester Schaum

Kurz und knapp: Optisch ansprechendes Gerät mit soliden Ergebnissen - so manchem Coffee-Lover könnte der Schaum etwas zu fest sein.

Positiv fällt sofort auf: Die Oberfläche des Tchibo-Schäumers gibt unschönen Fingerabdrücken keine Chance. Der Rühreinsatz hält wie bei den Geräten von Simpletaste und Philips magnetisch, die Lautstärke ist vergleichbar mit der des Philips-Schäumers.

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Tchibo elektrischer Milchaufschäumer
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Auch beim Tchibo-Milchaufschäumer* gibt es zwei Einstellungen: warmes oder kaltes Schäumen. In etwas mehr als einer Minute wird guter, warmer Schaum geliefert, der für den ein oder anderen sogar fast zu fest sein könnte - aufgrund der Konsistenz lässt sich auch hier kein schönes Muster zaubern. Das macht sich auch beim Trinken bemerkbar: Der feste Schaum bleibt bis zum Ende in der Tasse. Das kalte Aufschäumen funktioniert mit dem Tchibo-Schäumer, der maximal 130 Milliliter fasst, nur mit Hafermilch.

Der Milchaufschäumer von Smeg - ein Design-Highlight im Test

Kurz und knapp: Schicker Design-Schäumer mit vielen Extras, die sich aber auch im hohen Preis widerspiegeln. Nice to habe, aber nicht zwangsläufig ein Must-have.

Der teuerste Milchaufschäumer im Test hat ein Fassungsvermögen von bis zu 600 Millilitern und besticht durch seine Retro-Optik. Er ist deutlich größer als die anderen Geräte im Test und bietet die meisten Programme: warme Schokolade, warme Milch, warme Milch mit leichtem Schaum, warme Milch mit dickem Schaum, kalte Milch mit leichtem Schaum, kalte Milch mit dickem Schaum, manuell (hier lässt sich jederzeit selbst stoppen). Und noch ein Superlativ lässt sich dem Smeg Milchaufschäumer zuschreiben: Im Test ist das Gerät am geräuschvollsten.

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SMEG Milchaufschäumer
189 Euro

In Sachen Milchschaum-Qualität kann der Smeg im Test nur schwer mit den anderen Geräten mithalten: Bei den beiden Stufen des warmen Aufschäumens lässt sich bei der Kuhmilch kaum ein Unterschied ausmachen, die Milch ist am Ende relativ flüssig mit sehr wenig Schaum. Bei der Hafermilch sieht es ähnlich aus, wobei das Programm für dicken Schaum hier tatsächlich mehr Schaum produziert - für einen Flat White mit Latte Art die perfekte Konsistenz.

Auch dem Smeg Milchaufschäumer* gelingt es nicht, die kalte Weidemilch zu Schaum zu schlagen- weder im Programm „kalt mit leichtem Schaum”, noch im Programm „kalt mit dickem Schaum”. Die kalte Hafermilch erzielt aber gute Ergebnisse und liefert den perfekten Schaum für Iced Latte, wobei hier das Ergebnis in beiden Programmen ähnlich ausfällt. Praktisch: Der Edelstahl-Milchkrug lässt sich abnehmen, besitzt einen gut kontrollierbaren Ausgießer und ist zudem spülmaschinenfest, was die Reinigung erleichtert.

*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten, führt Tests durch und bewertet nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Dieser Artikel erschien erstmalig am 20. Oktober 2025 und wurde danach redaktionell bearbeitet.

Quelle: ntv.de

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