Produkt-Check Sport & Freizeit

Outdoor-Urlaub geplant?Gaskocher im Test - Günstig-Modell holt sich den Testsieg

09.06.2026, 10:24 Uhr IMG_9382Von Isabella Campanelli
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Für den ntv Produkt-Check nehmen wir unterschiedliche Gaskocher-Modelle und Größen unter die Lupe. (Foto: RTL/ntv)

Wer draußen unterwegs ist, muss auf eine warme Mahlzeit oder einen heißen Kaffee nicht verzichten - dank klassischer Gaskocher gelingt die Outdoor-Zubereitung ganz einfach und unkompliziert. Fünf Modelle im ntv Produkt-Check - welcher Campingkocher überzeugt im Praxistest?

Um im Test möglichst viele unterschiedliche Modelle abzubilden, haben wir bewusst verschiedene Bauarten gewählt, fokussiert haben wir uns auf einflammige Kocher.

Einflammige Gaskocher im Test - das Fazit

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Der CAMPLORA Gaskocher im Praxiseinsatz - hier beim Zubereiten von Rührei. (Foto: RTL/ntv)

In unserem Test sichert sich der Gaskocher von CAMPLORA* den Testsieg - er steht stabil und lässt sich unkompliziert bedienen. Dank Piezo-Zündung, Transportkoffer und solider Kochleistung ergibt sich ein stimmiges Gesamtpaket. Weiterer Pluspunkt: Das Modell ist im Set mit Gaskartuschen erhältlich und bietet damit auch ein rundes Preis-Leistungs-Verhältnis.

So läuft der Camping Gaskocher Test ab

Wir testen die fünf Gaskocher beim Camping am Zelt und im Freien auf dem Balkon bei rund 20 Grad ohne Wind. Zunächst setzen wir die jeweiligen Kartuschen ein und bringen in einem Topf einen Liter Wasser zum Kochen, die dafür benötigte Zeit wird gemessen. Anschließend braten wir in einer Pfanne ein Spiegelei, um die gleichmäßige Hitzeverteilung zu beurteilen. Zusätzlich bereiten wir typische Campinggerichte wie Nudeln, Rührei, Dosengerichte und Soßen in den Kochern zu.

  • Funktion und Leistung: Bewertung von Kochdauer, Hitzeverteilung, Kocherlebnis und Ergebnis

  • Handhabung: Wir checken, wie leicht sich die Kartuschen einsetzen lassen und wie intuitiv die Bedienung ist.

  • Verarbeitung und Qualität: Standsicherheit, Robustheit der Konstruktion, Material

  • Preis: Verhältnis zwischen Preis und Leistung inklusive Blick auf enthaltene Kartuschen und Kosten für einen Nachkauf

  • Ausstattung und Features: nützliches Zubehör, z.B. Transportkoffer oder Hitzereflektor

  • Sicherheit und Zuverlässigkeit: wichtige Sicherheitsfeatures, z.B. automatische Sicherheitsabschaltung

  • Design und Haptik: Gesamteindruck von Optik und dem Gefühl beim Anfassen

  • Packmaß und Gewicht: Wir checken, wie leicht sich der Kocher verstauen und transportieren lässt

Diese Campingkocher testen wir

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Die Gaskocher von CAMPLORA, Campingaz, Decathlon (QUECHUA), Primus und TOM Adventure auf einen Blick. (Foto: RTL/ntv)

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

Testsieger: CAMPLORA Gaskocher Camping

Kurz und knapp: Der CAMPLORA Gaskocher überzeugt im Test durch einfache Handhabung, solide Leistung und wichtige Sicherheitsfunktionen. Zudem steht er stabil und kippsicher.

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CAMPLORA Gaskocher
480
33,50 €35,84 €

Der CAMPLORA Gaskocher ist sowohl einzeln als auch im Set mit unterschiedlich vielen Gaskartuschen (4, 8 oder 16 Stück) erhältlich. Wegen seines Gewichts von etwa 1,4 kg eignet sich der Kocher insgesamt eher fürs Camping an einem festen Standort als für längere Wanderungen. Dank des mitgelieferten Transportkoffers lässt er sich aber gut verstauen und transportieren. Praktisch: Bei Wind kann der Koffer zudem als Schutz dienen.

Die Gaskartusche wird seitlich in das Gerät eingesetzt und ist in unserem Test in wenigen Sekunden montiert. Anschließend drücken wir den Hebel herunter - schon ist die Kartusche sicher verriegelt. Optisch überzeugt der Kocher durch sein verspiegeltes Gehäuse, die rutschfesten Füße sorgen für einen sicheren Stand. Die aufgesetzten Töpfe und Pfannen stehen im Test sicher und kippen nicht, der maximale Topfdurchmesser beträgt 20 cm. Die Bedienung ist intuitiv: Nach dem Einsetzen der Kartusche wird der Regler auf "Zündung" gedreht, wodurch die automatische Piezo-Zündung ausgelöst wird. Ein kurzes Klicken, schon entstehen gleichmäßige blaue Flammen am Brenner - ein Feuerzeug wird nicht benötigt. Die Flamme lässt sich stufenlos und präzise regulieren.

Im Praxistest zeigt der Kocher eine gute Leistung: Das Wasser kocht auf maximaler Einstellung nach 4:45 Minuten, erste Bläschen sind bereits nach zwei Minuten sichtbar. Auch beim Braten eines Spiegeleis überzeugt das Gerät - nach 1:30 Minute ist das Ei fertig, ohne dass etwas anbrennt. Das Gehäuse wird zwar insgesamt etwas warm, Sorge vor Verbrennungen braucht man aber nicht zu haben. Wichtig: Vor dem Verstauen sollte der Kocher vollständig abgekühlt sein. Nach dem Verstauen des Kochers von CAMPLORA* im Koffer fällt auf, dass der Verriegelungshebel automatisch auf "Unlock" springt - das sorgt für zusätzliche Sicherheit, da die Kartusche dadurch vom Kocher getrennt wird. Laut Hersteller verfügt das Gerät zudem über eine automatische Abschaltung bei Überhitzung und zu hohem Druck in der Gaskartusche.

Der CAMPLORA Gaskocher im Überblick:

Campingaz 206 S Campingkocher - klein und stabil

Kurz und knapp: Ein leichter, kompakter und zugleich robuster Outdoor-Kocher - im Test steht er sicher, die Flamme ist per Drehregler fein regulierbar und ein Liter Wasser kocht nach 4:20 Minuten.

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Campingaz 206 S Campingkocher - Gaskocher
4647
24,95 €

Der Hersteller Campingaz entwickelt bereits seit 1949 Gasgeräte für den Freizeit- und Outdooreinsatz und gilt damit als echter Pionier in diesem Bereich. Für unseren Test wählen wir den klassischen Campingaz 206 S, der dank seines geringen Gewichts und der kompakten Bauweise ideal für unterwegs ist und in nahezu jeden Rucksack passt.

Die Handhabung ist unkompliziert. Die Gaskartusche wird im Sockel des Kochers eingeschraubt und rastet nach wenigen Sekunden ein. Da es sich um eine Stechkartusche handelt, muss sie im Sockel bleiben, bis sie vollständig entleert ist. Strömt kein Gas mehr oder ist nur noch ein leises Fauchen zu hören, ist die Kartusche leer und kann über die Gelbe Tonne recycelt werden.

Der Kocher steht stabil auf dem Boden, auf den breiten Edelstahl-Topfträgern mit Einkerbungen finden Töpfe und Pfannen kippsicher Platz. Der maximal erlaubte Topfdurchmesser beträgt 20 cm. Die Bedienung ist hier etwas aufwändiger, da keine Piezo-Zündung integriert ist: Wir öffnen den Gasfluss und zünden die Flamme mit einem Feuerzeug an. Im Wasser-Test bilden sich nach etwa zwei Minuten erste Bläschen, nach 4:20 Minuten kocht das Wasser. Der Drehregler wird dabei leicht warm, aber nicht heiß, die Flamme lässt sich gut regulieren. Auch unser Spiegelei ist entsprechend bereits nach 1:20 Minute fertig, ohne anzubrennen. Der Campingaz Kocher 206 S* ist einzeln bei Amazon erhältlich, passende Kartuschen können online nachbestellt werden.

Der Campingaz Kocher im Überblick:

QUECHUA Gaskocher - schwer, aber einfach zu bedienen

Kurz und knapp: Der Gaskocher von Decathlon punktet mit einfacher Handhabung per Piezo-Zündung und separatem Kartuschenfach - gleichzeitig ist er aber auch das schwerste Modell im Vergleich, und die Kartusche zum Nachkaufen ist zum Testzeitpunkt nur in Decathlon-Filialen erhältlich.

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decathlon
QUECHUA Gaskocher Camping
29,99 €

Der QUECHUA Gaskocher ist ähnlich konstruiert wie das Modell von CAMPLORA: Rechts befindet sich ein gesichertes Fach für die Kartusche, die innerhalb weniger Sekunden eingesetzt und per Hebel auf "Lock" fixiert ist. Positiv fällt auch hier die mitgelieferte Transportbox auf, die gleichzeitig als Windschutz dienen kann.

Gaskartuschen sind nicht enthalten und können derzeit nicht online, sondern nur in Decathlon-Filialen gekauft werden. Der stufenlos regulierbare Drehregler lässt sich leicht bedienen, laut Hersteller sorgt auch hier ein Sicherheitsmodus dafür, dass der Kocher bei Überdruck in der Gasflasche automatisch abschaltet, in der Transportbox springt der Hebel automatisch auf "Unlock".

Der Kocher funktioniert mit Piezo-Zündung: Regler auf das Blitzsymbol drehen, und die Flamme zündet selbstständig. Das Abstellgitter ist ausreichend groß und stabil, allerdings zeigt die Edelstahlverkleidung schnell Fingerabdrücke und Flecken und ist somit etwas reinigungsintensiver. Im Praxistest benötigt der Kocher für einen Liter Wasser sechs Minuten. Das Spiegelei ist innerhalb von 1:40 Minute fertig gebraten, die Hitze verteilt sich gleichmäßig in der Pfanne. Mit 1,6 kg ist der QUECHUA* das schwerste Modell im Test und damit vor allem für Camping an einem festen Standort geeignet.

Der QUECHUA Gaskocher von Decathlon im Überblick:

  • Leistung: 2200 Watt

  • Verbrauch: 220 g Patrone mit 1:15 h Brenndauer

  • Kartusche: 220 g Butan-Gaskartusche gemäß Norm 417

  • Gewicht: 1,6 kg (ohne Kartusche)

  • Maße: 34 x 28 x 12 cm 

  • Extras: Piezo-Zündung, Transportkoffer

Relags Primus "Express Spider" - klein und mit ordentlich Power

Kurz und knapp: Ein ultraleichter und kompakter Schlauchkocher, der im Test mit hoher Leistung und kurzen Kochzeiten punktet. Die Flamme ist allerdings etwas kniffelig zu regulieren, und der Kocher ist auf höchster Intensität recht laut.

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Relags Primus Kocher "Express Spider"
107
73,79 €

Der Relags Primus Kocher "Express Spider" ist ein echtes Platzwunder: Er wiegt nur 200 Gramm (ohne Kartusche), ist etwa so groß wie eine Hand und eignet sich damit perfekt für Trekking-Touren. Zum Lieferumfang gehören eine Nylon-Aufbewahrungstasche und ein Hitzereflektor, die Gaskartusche selbst muss separat gekauft werden.

Beim "Express Spider" handelt es sich um einen Kocher mit Schlauchanschluss, heißt: Der Schlauch wird an die Kartusche geschraubt, nach Gebrauch werden Kocher und Kartusche wieder getrennt. Der erste Eindruck ist positiv - ein beigelegtes Blatt gibt Auskunft darüber, dass der Kocher vorher gründlich geprüft und die Dichtigkeit kontrolliert wurde, was uns ein sicheres Gefühl bei der Anwendung gibt. Die Anleitung wirkt zunächst etwas kompliziert, doch sobald das Prinzip eines Schlauchkochers klar ist, ist die Bedienung weitestgehend selbsterklärend, der Aufbau dauert im Test nur rund 30 Sekunden.

Die Flammenintensität wird über ein Rädchen am Kartuschenanschluss geregelt. Auf höchster Stufe ist der Kocher sehr laut, bringt dafür aber auch ordentlich Power mit - ein Liter Wasser kocht bereits nach 2:15 Minuten. Das Rädchen lässt sich zwar gut bedienen, allerdings erweist sich die Feinregulierung der Flamme als schwierig: Die Leistung ist so stark, dass unser Spiegelei direkt anbrennt. Auch für die Ausrichtung des Kochers ist etwas Fingerspitzengefühl nötig, da die Schlauchwindung die Position beeinflusst. Auf unserem Tisch steht der Kocher dennoch stabil. Nach dem Kochen lässt sich das Gestell schnell wieder zusammenklappen und die Kartusche abschrauben. Mit einem Preis von rund 75 Euro ist der "Express Spider"* das teuerste Modell im Test.

Der Relags Primus Kocher "Express Spider" im Überblick:

TOM Adventure Gas Campingkocher - kompakt, aber weniger Leistung

Kurz und knapp: Der Gaskocher von TOM überzeugt mit Piezo-Zündung und bereits im Set enthaltenen Gaskartuschen. Allerdings ist die Leistung mit 1100 Watt eher gering - der Kocher braucht im Test am längsten dafür, einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen.

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TOM Adventure Gas Campingkocher Set
769
26,80 €

Der Gaskocher von TOM Adventure ist klein, leicht und kompakt und lässt sich dank Piezo-Zündung besonders einfach bedienen: Ein Knopfdruck, und die Flamme ist entzündet. Insgesamt wirkt der Kocher stabil und robust, das Material hochwertig. Die Kartusche wird - ähnlich wie beim Modell von Campingaz - in das Gehäuse eingeschraubt und muss dort bleiben, bis sie vollständig entleert ist. Positiv fällt auf, dass im Set bereits vier Gaskartuschen enthalten sind. Das Einschrauben gelingt schnell und unkompliziert. Die Kochfläche ist ausreichend groß dimensioniert, zudem gibt es einen Kohleanzünder-Aufsatz, der bei Bedarf einfach oben aufgesetzt werden kann.

Die Flamme lässt sich stufenlos über ein Einstellrad regulieren. Allerdings fällt auf, dass es in der Bedienung etwas schwergängig ist und dadurch die Feineinstellung etwas mühsam ist. Laut Hersteller liegt die Leistung des Tom Adventure* bei 1100 Watt, was sich auch im Praxistest bemerkbar macht: Die Flamme ist vergleichsweise schwach, wodurch ein Liter Wasser rund 20 Minuten zum Kochen benötigt. Für ein Spiegelei brauchen wir 3:40 Minuten, die Hitze verteilt sich dabei aber gleichmäßig in der Pfanne, sodass nichts anbrennt.

Der TOM Adventure Gas Campingkocher im Überblick:

Die verschiedenen Gaskocher im Überblick:

Ein Gaskocher besteht im Kern aus einem Brenner, der mit einer Gaskartusche verbunden ist. Dabei kommen Schraub-, Steck- oder Ventilkartuschen zum Einsatz, die mit einem einer Flüssiggasmischung aus Butan, Isobutan und Propan gefüllt sind. Wird das Ventil geöffnet, strömt das Gas aus, verdampft und kann am Brenner entzündet werden. Die Intensität der Flamme lässt sich über einen Regler steuern. Unterschieden werden Gaskocher vor allem in Bauart und Größe:

  • Schraubkocher: Die Kartusche wird direkt in den Kocher geschraubt, Vorteil: sehr leicht und kompakt, ideal für Trekking und Touren mit wenig Gepäck.

  • Schlauchkocher: Der Brenner steht separat und ist über einen Schlauch mit der Kartusche verbunden, sorgt für einen stabileren Stand und bleibt trotzdem platzsparend.

  • Tisch- und Kofferkocher: Hier handelt es sich um größere, oft mehrflammige Modelle mit Gehäuse, die eher auf Camping an einem festen Platz ausgerichtet sind.

*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Quelle: ntv.de

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