Ratgeber

Körperfett, Muskeln und WasserDiese Waagen liefern Laborwerte zum Schnäppchenpreis

08.06.2026, 13:26 Uhr
imageVon Johanna Heß-Szanto und Anna Kriller
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Echte Multitalente - Körperfettwaagen können mehr als nur das Gewicht messen. (Foto: ntv/RTL)

Im Selbstversuch testen wir für den ntv Produkt-Check smarte Körperfettwaagen unter 100 Euro. Die Ergebnisse überraschen: Hightech muss nicht teuer sein. Welche Waage liefert sinnvolle Laborwerte zum kleinen Preis?

Wie viel man wiegt, hängt nicht zwangsläufig nur damit zusammen, wie fit, gesund, stark oder schlank man ist. Entscheidend sind vielmehr die Anteile an Fett, Muskeln, Wasser und Knochen. Wie diese Werte im Körper im Verhältnis zueinander stehen, können sogenannte Körperfettwaagen messen.

Die Körperfettwaagen im Test

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

Körperfettwaagen im Test - das Fazit

Den Testsieg sichert sich die Körperfettwaage von FITLEAP* - für um die 50 Euro bekommt man hier ein Gesamtpaket aus guter Messgenauigkeit, einfacher Handhabung und intuitiver Bedienung der App. Deutlich günstiger ist die Körperfettwaage von RENPHO*, die etwas weniger Funktionen bietet, insgesamt aber ebenfalls überzeugend abschneidet.

So testen wir die Körperfettwaagen

Wichtig ist uns zunächst der erste Eindruck: Wie gut sind die Waagen verarbeitet, wie intuitiv lassen sie sich bedienen? Anschließend geht es auf das Gerät: Wie genau messen die einzelnen Modelle, wie benutzerfreundlich sind sie und die zugehörigen Apps? Und: Stimmen die Werte am Ende auch mit denen eines Mediziners überein?

Unser Testsieger: FITLEAP Körperfettwaage

Kurz und knapp: Die FITLEAP Körperfettwaage liefert präzise Messwerte bei einfacher und intuitiver Bedienung - hier stimmt das Gesamtpaket.

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59,99 €

Das schlichte und elegante Modell ist direkt nach dem Auspacken einsatzbereit, im Lieferumfang sind vier AAA-Batterien enthalten. Dank vier rutschfester Füße steht die FITLEAP-Waage stabil und ist wegen ihrer glatten Oberfläche leicht zu reinigen. Das Gerät ist 30 x 30 x 2,5 cm groß, wiegt 1,9 kg und trägt maximal 180 kg. Angezeigt werden alle Daten gut sichtbar über ein großes LED-Display, das sich bei allen Lichtverhältnissen gut lesen lässt. Neben dem Gewicht lassen sich 17 weitere Körperwerte ablesen, darunter der Körperfettanteil, die Muskelmasse, der Wasseranteil, die Knochenmasse, der Body-Mass-Index (BMI), das Viszeralfett und die Herzfrequenz. Die Messgenauigkeit von 50 Gramm ist für den Heimgebrauch ausreichend präzise - bei unserem Test gibt es leichte Messschwankungen, was bei Körperfettwaagen jedoch üblich ist, wie uns auch Allgemeinmediziner Dr. Alexander Lorscheidt bestätigt.

Eine detaillierte Auswertung der Messwerte ist über die Fitdays-App möglich, die sich über Bluethooth mit der FITLEAP-Waage* verbindet und sowohl für Android- als auch für iOS-Geräte verfügbar ist. Die App ist intuitiv bedienbar und zeigt Nutzern Gesundheitswerte über Tage, Wochen und Monate an. Insgesamt lassen sich 24 Nutzerprofile anlegen. Eine Zusatzfunktion finden wir besonders spannend: Der Babymodus ermöglicht die Messung des Gewichts von Säuglingen, während sie auf dem Arm gehalten werden.

Unser Preis-Leistungs-Sieger im Test: RENPHO ES-32 MD

Kurz und knapp: Deutlich günstiger, aber ebenfalls gut im Test schneidet die Körperfettwaage von RENPHO ab. Der Messumfang ist etwas reduzierter, aber für den Normalgebrauch völlig ausreichend.

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RENPHO Körperfettwaage Bluetooth Digital
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Auch die RENPHO-Waage wird mit drei AAA-Batterien geliefert, die bereits eingelegt sind. Das Design ist schlicht und modern - mit einem Eigengewicht von 1,3 kg ist dieses Modell etwas leichter als die anderen im Test und damit optimal für kleine Badezimmer. Die Waage steht stabil, man sollte allerdings darauf achten, sie immer genau auf die vier Sensoren zu stellen, damit sie nicht zur Seite kippt und in der Folge unpräzise misst.

Das Display ist kleiner als beim Testsieger und zeigt ausschließlich das Gewicht an, was uns aber nicht weiter stört. Die RENPHO -Waage * trägt ebenfalls bis zu 180 kg und ist mit der kostenlosen RENPHO-App nutzbar. Diese bietet eine detaillierte Analyse der Messwerte über das Smartphone und lässt sich mit Google Fit und Apple Health synchronisieren. Die Körperwaage verwendet - wie alle in unserem Test - die digitale Bioimpedanztechnologie. Damit kann das Gerät 13 wichtige Informationen wie beispielsweise Gewicht, Körperfettanteil, Wasseranteil, Muskelmasse messen. Fazit: Der Preis-Leistungs-Sieger bietet alle wesentlichen Funktionen, die wir von einer smarten Waage erwarten zu einem attraktiven Preis - wer ein zuverlässiges und smartes Gerät für den Einstieg in die Körperanalyse sucht, macht mit diesem Modell also nichts verkehrt.

Beurer BF 500 Körperfettwaage

Kurz und knapp: Quasi gleichauf liegt im Test die Körperfettwaage von Beurer - wie die anderen Waagen wird sie einsatzbereit geliefert, ist aber mit rund 1,8 kg etwas schwerer als der Preis-Leistungs-Sieger.

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Beurer BF 500 Personenwaage mit Bluetooth und App
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Optisch spricht uns die Waage nicht sonderlich an, das Magic-LED-Display kann sich aber durchaus sehen lassen: Es erscheint nur während unserer Messung und bietet eine klare Ansicht der Ergebnisse. Gut lesbare Ziffern und eine Steuerung via Touch-Sensoren machen die Nutzung zusätzlich komfortabel. Die Trittfläche ist sechs Millimeter dick, besteht aus Sicherheitsglas und ist mit Edelstahl-Elektroden ausgestattet.

Ein kleiner Minuspunkt: Die kostenlose "Beurer HealthManager Pro"-App ist leider nicht ganz so intuitiv wie bei anderen Anbietern, vor allem, wenn man weitere Nutzer hinzufügen möchte. Was uns aber gefällt: Die Waage kann bis zu acht Personen erfassen, die bei der Messung automatisch erkannt werden - die Messergebnisse werden dann direkt per Bluetooth an die App übertragen. Die Waage lässt sich aber auch ohne App nutzen. Fazit: Die Beurer-Waage* ist definitiv eine solide und zuverlässige Körperfettwaage für den Haushaltsgebrauch.

Withings Body Smart-Körperfettwaage

Kurz und knapp: Die stylische Withings Body Smart-Waage bringt selbst gut zwei Kilo auf die Waage und wird einsatzbereit mit Batterien und zusätzlichen Teppichfüßen geliefert, genauere Ergebnisse misst sie aber auf glattem Boden. Die Nutzung der App bereitet im Test leichte Probleme.

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Für die Nutzung der smarten Waage wird die dazugehörige App benötigt, die entweder per Bluetooth oder WLAN mit dem Gerät verbunden wird. Über Letzteres werden alle Messdaten automatisch und in Sekundenschnelle in die App übertragen, ohne dass das Smartphone in der Nähe sein muss. Die Bedienung der App ist nicht ganz intuitiv, unserem Empfinden nach ist die Anwendung mit Informationen sehr überladen. Neben dem Körpergewicht können u.a. auch Körperfettanteil, Muskelmasse, Wasseranteil und Knochendichte bestimmt werden - die Werte bei Muskelmasse und Körperfettanteil sind im Test teilweise unrealistisch, was uns auch Allgemeinmediziner Dr. Alexander Lorscheidt bestätigt. Fazit: Die WITHINGS Body Smart* bietet eine solide Leistung mit einer Vielzahl von Messfunktionen, schafft es im unseren Test aber nicht aufs Siegertreppchen.

Arboleaf Körperfettwaage mit Handsensoren

Kurz und knapp: Bei der Arboleaf-Körperfettwaage bekommen Käufer nicht nur Fuß-, sondern auch Handsensoren. Das Gerät bietet viele Extras, zeigt sich dafür aber auch leicht fehleranfällig.

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Über ihre integrierten Handsensoren kann die schwerste Waage im Testfeld die Zusammensetzung bestimmter Körperteile wie Rumpf, Arme oder Beine analysieren und alle Fettpölsterchen identifizieren. Auch optisch ist die Waage besonders - sie ist modern, schlicht und besticht durch eine glatte Oberfläche und ein großes Display.

Insgesamt kann die Waage 26 Körperzusammensetzungsdaten messen, richtet sich also an Nutzer, die es wirklich ganz genau wissen möchten. Das Gerät synchronisiert das Ergebnis über Bluetooth mit der kostenlosen Arboleaf-App, die sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist. Die App bietet eine klare, leicht verständliche Benutzeroberfläche und stellt die Messwerte übersichtlich dar. Bis zu acht Benutzerprofile können angelegt werden.

Viel Technik kann allerdings auch zu einer erhöhten Fehleranfälligkeit führen: In unserem Test kommt es teilweise zu Fehlermeldungen oder die Messung kann nicht richtig aufgezeichnet werden. Heißt: Bei der Arboleaf Waage mit Handsensoren* sollte man genau darauf achten, dass man die Handsensoren richtig im Griff hat und die Füße exakt auf den Sensoren positioniert sind. Wer das beherzigt und seinen Körper bis ins kleinste Detail analysieren möchte, macht mit dieser ausgefeilten Körperfettwaage nichts verkehrt.

Können die Waagen mit den Werten vom Arzt mithalten?

Zum Schluss vergleichen wir die Daten der getesteten Körperfettwaagen mit den Werten der geeichten Waage bei Mediziner Dr. Alexander Lorscheidt. Beim Realitätscheck kommt unsere Testsieger-Waage mit ihren Messwerten am nächsten an die Werte beim Arzt heran, die Werte aller getesteten Geräte liegen jedoch sehr nah beieinander - die maximale Abweichung beträgt weniger als zwei Prozent.

Generell gilt: Smarte Waagen sind durchaus sinnvoll, um Trends zu beobachten, die eigene Fitnessreise zu begleiten und einen guten Überblick zu bekommen, solange man die Zahlen als Richtwerte betrachtet - für präzise medizinische Diagnosen sind sie nicht geeignet. Außerdem wichtig: Bei Schwangeren oder Personen mit Herzschrittmachern kann die Messung ungenau sein oder sogar gefährlich werden. In diesen Fällen ist es ratsam, vorher einen Arzt zu konsultieren.

Das richtige Wiegen - Tipps vom Mediziner

  • Man sollte sich immer zur gleichen Zeit wiegen, am besten morgens nach dem Aufstehen und nach dem Toilettengang, aber vor dem Frühstück. So werden Schwankungen durch Essen, Trinken oder sportliche Aktivitäten minimiert.

  • Barfuß und sauber: Die Waage misst über Elektroden an den Füßen, daher sollten die Füße trocken, sauber und frei von Creme sein. Daneben ist eine möglichst gleichmäßige Fußposition auf den Elektroden wichtig.

  • Hydrationsstatus beachten: Wasser leitet Strom sehr gut, Fett dagegen kaum. Ist mehr Wasser im Körper (z. B. wenn man viel getrunken hat), fließt der Strom leichter - das führt zu einem niedrigeren gemessenen Widerstand und die Waage zeigt einen niedrigeren Körperfettanteil an. Wenn hingegen wenig Wasser im Körper ist (z. B. nach dem Sport oder bei Dehydration), ist der Widerstand höher und die Waage schätzt den Fettanteil womöglich zu hoch ein.

*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Dieser Artikel erschien erstmalig am 31. August 2025 und wurde danach redaktionell bearbeitet.

Quelle: ntv.de

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