Fluffig, knusprig, lecker Pizzaöfen im Test - welcher kriegt alles gut gebacken?

Pizza so fluffig wie beim Italiener - mit diesem Versprechen bewerben viele Hersteller ihre Pizzaöfen für zu Hause. Hört sich simpel an, aber geht der Plan auch auf? Drei beliebte Modelle im ntv Produkt-Check.
Zu Hause eine rundum perfekte Pizza zu backen, ist gar nicht so einfach - in herkömmlichen Backöfen wird die Hitze in der Regel nicht optimal verteilt. Spezielle elektrische Pizzaautomaten versprechen Restaurant-Qualität. Wir testen drei entsprechende Öfen verschiedener Preisklassen. Daneben verrät Pizzabäcker Daniel Wollbrecht, was es zu beachten gilt und wie der perfekte Teig gelingt.
So testen wir die Pizzaöfen
In unserem Test treten drei Geräte aus unterschiedlichen Preisklassen gegeneinander an: ein günstiger Pizzaautomat für 65 Euro, ein mittelpreisiger Ofen für circa 200 Euro und ein teureres Modell mit einem Preis von deutlich über 200 Euro. Alle arbeiten mit einen Pizzastein, der von Heizelementen erhitzt wird. Die Erwartungen: Langlebigkeit, ein gutes und gleichmäßiges Backverhalten und dass die einzelnen Öfen von außen nicht zu heiß werden. Und: Das Endergebnis soll schön knusprig sein. Alle Öfen werden angestellt - wenn die Geräte heiß genug sind, ertönt jeweils ein Signal. Wir bereiten in allen Geräten Salamipizza bei einer Temperatur von 325 Grad zu und testen im Anschluss das Ergebnis.
Die Pizzaöfen im Test
Chefman Pizzaofen für den Innenbereich, circa 200 Euro, aktuell nicht verfügbar
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Kurz gefasst - Pizzaöfen im ntv Produkt-Check
Unser Fazit: Die Pizza aus dem günstigen Ofen ist sehr trocken und schmeckt auch entsprechend. Saftiger Belag? Fehlanzeige, außerdem wird das Gehäuse sehr heiß. Die beiden teureren Geräte können vor allem dank der separat einstellbaren Ober- und Unterhitze im Test überzeugen, die Pizzen sind hier jeweils rundum gut gebacken.
Kesser Pizzaofen, circa 65 Euro
Der günstige Pizzaofen von Kesser* ist einfach gehalten: Es gibt fünf Heizstufen, ein Timer kann auf bis zu 15 Minuten eingestellt werden. Das Stromkabel ist leider sehr kurz, und es gibt noch ein Problem: Das Gehäuse wird in Betrieb sehr heiß. Was außerdem auffällt: Beim günstigen Ofen wölbt sich die Salami beim Backen Richtung Heizelement und ist damit der Hitze direkt ausgesetzt. Die Folge: Der Belag wirkt im Endergebnis trocken und leicht angebrannt. Nette Extras: Ein Pizzaschneider und ein Rezeptbuch sind im Lieferumgang enthalten.
Chefman Pizzaofen für den Innenbereich
Anders als beim günstigen Ofen von Kesser können Ober- und Unterhitze hier separat eingestellt werden. Der Chefman Pizzaofen kommt mit sechs voreingestellten Programmen, darunter neapolitanisch, dünne Kruste oder TK-Pizza. Das Sichtfenster ist doppelt verglast, die hohe Hitze bleibt im Innenraum eingeschlossen. Ein Pizzaschieber und der Zugang zu einem digitalen Kochbuch sind im Lieferumfang enthalten. Im Test gelingt mit dem mittelpreisigen Chefman-Pizzaofen eine leckere Pizza - der Teig schön kross, der Belag lecker-cremig.
Pizza de Luxe - der Unold Pizzaofen Enzo
Auch beim teureren Enzo Pizzaofen* lassen sich wie beim Chefman-Pizzaofen Ober- und Unterhitze separat regulieren, was Teig und Belag im Test perfekt gelingen lässt, ohne zu verbrennen. Der integrierte Timer ermöglicht die Einstellung zwischen einer und 60 Minuten. Der Enzo-Pizzaofen heizt auf bis zu 500 Grad hoch, Nutzer können aus voreingestellten Programmen wie Napoli, Dünn & Knusprig, New York-Style, Pfannenpizza oder Tiefkühlpizza wählen oder das Gerät alternativ manuell bedienen. Anders als bei den anderen beiden Modellen dreht sich hier der Pizzastein für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung. Der Cool-Touch-Griff und die dreifach verglaste Tür ermöglichen eine sichere Handhabung während des Betriebs.
So gelingt die perfekte Pizza zu Hause
Wichtig sei eine große Unterhitze, damit der Boden von unten knusprig wird und oben die Produkte knackig frisch bleiben, weiß Experte Daniel Wollbrecht. Für den Teig gilt: nur wenig Hefe verwenden und lange im Kühlschrank ruhen lassen, am besten 24 Stunden. Daneben ist das richtige Kneten wichtig: immer ohne Nudelholz, einfach den Teig auseinanderziehen und die Luft von der Mitte in den Rand drücken, so der Experte. Und: Für ein leckeres Ergebnis sollte die Pizza eher dünn belegt werden.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten, führt Tests durch und bewertet nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.
