Monstertrucks für unter 100 Euro Gleich zwei ferngesteuerte Autos fahren den Testsieg ein
Von Christoph Dörr
Die perfekte Geschenkidee für Ostern: ein ferngesteuertes Auto, das ordentlich Power unter der Haube hat. Wir testen fünf Monstertrucks für Kinder und Erwachsene - welches Modell macht im ntv Produkt-Check das Rennen?
Rasant, wendig, manchmal auch ein bisschen tricky - Monstertrucks mit Fernsteuerung sind der perfekte Freizeitspaß im Frühling. Doch wie gut sind die Fahreigenschaften der verschiedenen Modelle und deren Reaktion auf Hindernisse wirklich, wie entscheidend ist die Geschwindigkeit? Fünf Modelle unter 100 Euro müssen sich für den ntv Produkt-Check in unserem Testparcours beweisen.
So testen wir die ferngesteuerten Autos von Haiboxing, HPI Racing oder Joytreky
Wir fahren einen Testparcours im Park ab, Hindernisse wie Baumwurzeln, eine Rampe und enge Kurven inklusive. Bestehen alle Modelle unseren Elchtest, bleiben sie gut in der Spur oder kippen sie doch um? Wir lassen die Autos über Schotter und eine Wiese mit Laub und Ästen fahren. Dabei checken wir Monstertrucks im Maßstab 1:16 und 1:18, wobei letztere etwas schmaler und daher weniger stabil im unebenen Gelände sind. Alle Autos im Test sind gut 27 cm lang, die Modelle im Maßstab 1:16 sind etwas höher und haben größere Reifen.
Die Kriterien für den Monstertruck-Vergleich:
Höchstgeschwindigkeit: Je schneller desto besser? Die Autos im Test fahren zwischen 15 und 40 km/h.
Wassertauglichkeit: Können sie auch bei Nässe fahren? Alle Modelle haben eine wasserfeste Elektronik, vier Monstertrucks sind jedoch lediglich spritzwassergeschützt (Nieselregen, nasse Wiese, kleine Pfützen). Ein Modell ist ein Amphibien-Auto.
Fernbedienung: Wie präzise reagieren die Fahrzeuge auf die Lenkung, bis auf welche Distanz lassen sie sich steuern? Bei den Modellen im Test beträgt die Reichweite dank 2,4-Gigahertz‑Funk etwa 50 bis 70 Meter.
Haltbarkeit: Wie viel Bashing (wildes Fahren mit Sprüngen und Stößen) vertragen die Monstertrucks? Vier Modelle haben dünne Kunststoff-Chassis, das Amphibien-Auto hat eine geschlossene Karosserie.
Preis: Welche Monstertrucks sind gut und günstig?
Diese fünf Monstertrucks testen wir
Testsieger 1: Haiboxing Ferngesteuertes Auto 1:16, circa 70 Euro*
Testsieger 2: Blackzon Slyder Monstertruck von HPI Racing 1:16, circa 77 Euro*
Preis-Leistungssieger: Joytreky Ferngesteuertes Auto 1:18, circa 73 Euro*
Testsieger für kleinere Kinder: Acammzar Amphibisches Fahrzeug 1:16, circa 53 Euro*
Beim Elchtest durchgefallen: Womaqu Monstertruck 1:18, circa 90 Euro*
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Welcher Monstertruck ist der beste? Das Fazit
Es ist ein enges Rennen im ntv Produkt-Check - alle fünf Modelle zeigen im Testparcours gute Fahreigenschaften und machen viel Spaß. Den Testsieg fahren am Ende das ferngesteuerte Auto von Haiboxing* und der Blackzon Slyder Monstertruck* ein, die sich am besten steuern lassen. Unser Preis-Leistungssieger und ein Renner mit Extras ist der Joytreky Monstertruck*. Gut ins Ziel kommt auch das amphibische Fahrzeug von Acammzar*, das bei kleineren Kindern gewinnt.
Testsieger 1: Haiboxing Ferngesteuertes Auto 1:16
Kurz gefasst: Ein wendiger Flitzer, der mit bis zu 36 km/h durchs Gelände saust und sich sehr gut steuern lässt. Bei diesem Monstertruck aus dem Hobbybereich entdecken wir kein Manko.
Wichtig vorneweg: Der Monstertruck von Haiboxing* hat im Maßstab 1:16 einen besseren Radstand als die kleineren 1:18-Modelle - die Reifen stehen weiter auseinander, was die Spurweite vergrößert und den Wagen stabiler stehen lässt. Das sorgt für ein besseres Fahrgefühl dank ruhigerer Lenkung - weniger Überschläge bei Unebenheiten oder Umkippen in scharfen Kurven. Der Geländewagen besteht unseren Elchtest, auch Rampe und Baumwurzeln bewältigt er spielend. Im Test ist es das schnellste Modellauto seines Maßstabs, die Geschwindigkeit kann für Kinder gedrosselt werden. In der umfangreichen Bedienungsanleitung werden die Bau-Bestandteile einzeln dargestellt, Kugellager und Antriebswellen sind aus Metall.
Testsieger 2: Blackzon Slyder Monstertruck 1:16 von HPI Racing
Kurz gefasst: Ungewöhnlich, dass wir gleich zwei Testsieger haben, doch auch der Blackzon Slyder bietet viel Fahrspaß. Auch dieses Rallyefahrzeug liegt stabil in der Spur und ist einfach zu bedienen.
Der Blackzon Slyder* von HPI Racing aus Dänemark ist baugleich zum Flitzer von Haiboxing aus China. Im Maßstab 1:16 hat er ebenfalls die gleiche gute Bodenhaftung wegen seiner besseren Spurweite. Zweige, Laub oder Löcher überfährt er einfach oder hüpft locker drüber hinweg. Auch die Rampe und der Elchtest stellen keine Probleme dar. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen in unserem Produkt-Check: Der Blackzon Slyder fährt mit maximal 30 km/h zwar langsamer als der Rallyewagen von Haiboxing, ist deswegen aber geradeaus etwas besser in der Spur zu halten. Die einfache Lenkung ist besonders für Familien geeignet. Für mehr Höchstgeschwindigkeit bietet sich der Haiboxing an, dafür fährt der Blackzon Slyder etwas leiser und wirkt bei Sprüngen besser gefedert als der Flitzer von Haiboxing, der wiederum etwas preisgünstiger ist. Fürs Ziel bedeutet das: Am Ende landen beide Modelle auf Platz 1.
Preis-Leistungs-Sieger: Joytreky Ferngesteuertes Auto 1:18
Kurz gefasst: Ein kräftiger Draufgänger, der so schnell durchs Gelände saust, dass er auch mal unfreiwillig abhebt. Mit seiner Power und einem Preis von rund 73 Euro ist dieses Modell unser Preis Leistungs-Sieger.
Der Thunder der Marke Joytreky* ist ein Modellauto im Maßstab 1:18 und hat einen geringeren Radstand als die beiden Testsieger. Weil der Thunder maximal bis zu 40 km/h fährt, ist beim Lenken mehr Fingerspitzengefühl und etwas Übung gefragt - bei hoher Geschwindigkeit haut es den Thunder schon mal aus der Kurve. Auch vor Hindernissen wie Baumwurzeln gehen wir vom Gas, um den Rallyewagen im Parcours besser kontrollieren zu können. Den Elchtest besteht dieses Modell nur bei reduzierter Fahrt, über die Rampe rast der Wagen gut und kommt solide auf den Rädern wieder auf. Der Thunder ist ein besonderer Spielspaß, weil Glattreifen mitgeliefert werden, nach dem Reifenwechsel lässt sich ein anderes Driften ausprobieren. Weiterer Pluspunkt: Das Auto ist das einzige im Test, bei dem Ersatzteile mitgeliefert werden.
Womaqu Monstertruck 1:18 fällt beim Elchtest durch
Kurz gefasst: Dieser Monstertruck hat eine wirksame Federung - die braucht er auch, weil er im Vergleichstest am schnellsten umkippt.
Auch der Hurricane der Marke Womaqu* ist im Maßstab 1:18 gebaut und fährt laut Hersteller bis zu 40 km/h schnell. Wir stellen fest, dass er eine extrem sensible Lenkung hat, das Modellauto ist im Test am schwierigsten zu steuern: Wir müssen sehr gezielt auf Hindernisse wie die Rampe zufahren, um sie überhaupt zu treffen. Den Elchtest besteht der Hurricane nicht, weil er wiederholt umkippt - als besonders ungünstig erweist sich das, wenn man weite Wege zurücklegen muss, um ihn wieder auf die Räder zu stellen. Zwei weitere kleiner Haken: Die Bedienungsanleitung gibt es nur in englischer Sprache, und das Chassis des Hurricane muss entfernt werden, um das Fahrzeug anzuschalten.
Testsieger für kleinere Kinder: Acammzar Amphibisches Ferngesteuertes Auto für Kinder 1:16
Kurz gefasst: Robustes Amphibienfahrzeug, das mit seinen Besonderheiten viel Spaß macht damit zum Testsieger bei den Monstertrucks für kleinere Kinder avanciert.
Das Fahrzeug der Marke Acammzar* ist anders als die vorherigen Renner, weil es klar auf kleine Nutzer ab drei Jahren ausgerichtet ist. Es kann im Gelände fahren, aber auch auf Wasser schwimmen - dank seiner geschlossenen Karosserie aus dickerem Kunststoff ist es der einzige wasserdichte Geländewagen im Test. In großen Pfützen, im See oder im Schwimmbad ist das Auto zwar weniger präzise zu lenken als im Gelände, wird dadurch aber zur schönen Herausforderung für die Kleinen.
Auf dem Wasser beträgt die Reichweite der Funksteuerung 30 Meter, an Land sind es etwa 50 Meter. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit etwa 15 km/h kinderfreundlich. Eine lustige Fahreigenschaft ist, dass sich der Wagen 360 Grad komplett um die eigene Achse drehen kann. Unseren Elchtest besteht das Offroad-Fahrzeug wegen seiner größeren Reifen und der geringeren Geschwindigkeit problemlos. Auch über die Rampe hüpft es mühelos, obwohl das Amphibien-Auto keine echten Stoßdämpfer hat. Fazit: Unser Testsieger für kleinere Kinder ist mehr Spielzeug als die anderen vier Modelle, macht dafür aber auch richtig Spaß.
Wie wird ein Monstertruck angetrieben?
Der Monstertruck wird durch Akkus betrieben, die sich per USB-Kabel wieder aufladen lassen. Die Fernsteuerung läuft mit handelsüblichen Batterien (2 bis 4 Stück, 1,5 AA). Die Aufladezeit der Modelle im Test beträgt 1,5 bis 3 Stunden. Alle Autos werden mit zwei Akkus geliefert, die Fahrzeit pro Akku liegt bei 15 bis 20 Minuten. Beim Amphibien-Auto sind es sogar 20 bis 30 Minuten.
Wie stabil ist der Monstertruck bei Stunts?
Im Hobbybereich bestehen die Fahrzeuge überwiegend aus Kunststoff (Chassis, Fahrwerk, Dämpfer, Räder). Metall sitzt hauptsächlich im Motor, in Wellen, Schrauben und teilweise in den Zahnrädern. Je schneller die Autos gefahren werden und je mehr Crashs sie überstehen, umso eher können Teile kaputtgehen - Ersatzteile lassen sich aber gerade bei Marken-Herstellern in der Regel gut nachkaufen. Eine Alternative ist, den Monstertruck auf höherwertigeres Material umzurüsten, für mehr Stabilität sorgen z.B. Alu-Dämpfer oder Metall-Antriebswellen.
*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.



