Baden-Württemberg34-Jähriger nach Feuer als Brandstifter verdächtigt

Nach einem Brand in einem historischen Haus sitzt ein 34-Jähriger in Untersuchungshaft. Was über die Ermittlungen und den Verdacht gegen den Bewohner bekannt ist.
Schemmerhofen (dpa/lsw) - Nach der vermuteten Brandstiftung in einem historischen Gebäude in Schemmerhofen (Landkreis Biberach) hat sich der verhaftete Mitbewohner des Hauses geäußert. Er habe nach dem Brand mit dem Krankenpersonal gesprochen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Angaben des 34 Jahre alten Mannes würden verifiziert. Gegenüber der Anklagebehörde habe der Mann jedoch keine Angaben gemacht.
Der Bewohner wird verdächtigt, am Montagabend das Feuer in seiner Wohnung im ersten Stock gelegt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei mitteilten. Zum Motiv der mutmaßlichen Brandstiftung wurden zunächst keine Angaben gemacht. Gegen den 34-Jährigen sei Haftbefehl unter anderem wegen versuchten Mordes, versuchter Brandstiftung mit Todesfolge und schwerer Brandstiftung erlassen worden. Er sitze in Untersuchungshaft. Der Sachschaden am Haus wird auf etwa eine Million Euro geschätzt.
In dem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert seien 13 Menschen gemeldet, von denen sich zum Zeitpunkt des Feuers einige im Haus befunden hätten. Drei von ihnen wurden leicht verletzt, darunter der Tatverdächtige. Die Feuerwehr war stundenlang mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Der Verdächtige war nach dem Brand zunächst nur als Verletzter mit einem Krankenwagen in die Klinik gefahren worden. In der Zwischenzeit wurde dann der Brandherd in der Wohnung des 34-Jährigen entdeckt. Dann kam der Haftbefehl.