BayernStaatsschutz ermittelt nach Spuck-Vorfall auf CSD

Der Christopher Street Day steht für Toleranz und Vielfalt. In Erlangen sollen Teilnehmende diese Werte massiv missachtet haben. Nun steht der Vorwurf einer politisch motivierten Straftat im Raum.
Erlangen (dpa/lby) - Ein Teilnehmer des Christopher Street Days (CSD) in Erlangen soll vor die Füße von Mitgliedern der jüdischen Kultusgemeinde gespuckt haben. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen des Verdachts einer politisch motivierten Straftat - in dem Fall Beleidigung, wie Sprecher Michael Sebald vom Polizeipräsidium Mittelfranken sagte. Die Identität des Mannes sei noch unbekannt.
Medienberichten zufolge hatte zuvor ein Video von dem Vorfall am Rande des Umzugs im Internet für Empörung gesorgt. Außerdem sollen Teilnehmende während des CSD verschiedene propalästinensische Parolen gerufen haben. Der Staatsschutz prüft nun nach Angaben von Sebald, ob diese strafrechtlich relevant sind.