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Berlin & BrandenburgLeere Stühle erinnern an Opfer – Spitzenpolitiker gedenken

07.10.2026, 13:13 Uhr
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Berlin gedenkt der Opfer des Terroranschlags auf Israel an vielen Orten – und mit vielen Facetten. Politiker aller Parteien halten inne.

Berlin (dpa/bb) - Die Spitzen von Linke, Grünen und SPD in Berlin haben der Opfer des Terrorangriffs auf Israel gedacht. Sie besuchten gemeinsam eine Gedenk-Installation der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD) am Brandenburger Tor. 500 leere Stühle sind an Tischen aufgestellt, auf denen Fotos der Opfer des 7. Oktobers 2023 zu sehen sind.

Neben der Fraktionsvorsitzenden der Linken, Elif Eralp. gingen ihre Kollegen Bettina Jarasch und Werner Graf von den Grünen sowie der SPD-Landeschef und Fraktionsvorsitzende Steffen Krach an den Tischen entlang und legten rote Serviettenblumen ab.

Andere Berliner Spitzen-Politiker nahmen an einem Gedenk- und Toleranzgebet in der Zentralen Synagoge der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin teil, darunter der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Evers, der im noch amtierenden schwarz-roten Senat Finanz- und Kultursenator ist.

Evers kritisiert Linke für Umgang mit Antisemitismus

Evers kritisierte am Jahrestag des Terrorangriffs erneut die Linke für ihren Umgang mit Antisemitismus. "Wer in Berlin Verantwortung übernehmen will, muss ohne jedes Wenn und Aber an der Seite aller Jüdinnen und Juden stehen. Gegen Rechtsextremisten. Gegen Islamisten. Gegen linke Antisemiten", erklärte er mit Blick auf Gespräche zu einer Regierungsbildung in Berlin.

Nach dem Besuch am Brandenburger Tor kamen Linke, Grüne und SPD zu einem dritten Vorgespräch nach der Wahl zusammen. Erklärtes Ziel ist eine Verständigung zum Thema Antisemitismus, zum Umgang mit Rassismus und organisierter Kriminalität. Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Sie setzt nun auf eine rot-grün-rote Koalition.

Quelle: dpa

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