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Berlin & BrandenburgSchwimmdemo in der Spree bleibt an Land

20.08.2026, 18:40 Uhr
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Mit Schwimmaktionen in der Spree demonstriert der Verein Flussbad immer wieder gegen das Badeverbot in dem Kanal. Doch oft lässt die Wasserqualität den Protest nicht zu - so auch heute.

Berlin (dpa/bb) - Die Teilnehmer einer geplanten Schwimmdemo in der Spree haben am Abend wegen schlechter Wasserqualität an Land bleiben müssen. Der Verein Flussbad, der zu der Aktion aufgerufen hatte, organisierte vor Ort kurzfristig eine Kundgebung am Schinkelplatz am Ufer der Spree. Mehrere Dutzend Demonstrierende waren gekommen, darunter auch Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp und der Intendant der Berliner Volksbühne, Matthias Lilienthal.

Der Verein Flussbad organisiert immer wieder Schwimmdemonstrationen, um gegen das seit mehr als 100 Jahren geltende Badeverbot in der Spree zu demonstrieren. Schon öfter konnten die Demonstrierenden aufgrund der schlechten Wasserqualität dabei aber nicht in den Fluss steigen.

Flussbad: Sicheres Schwimmen in der Spree ist möglich

"Angesichts der Folgen des Klimawandels öffnen viele europäische Metropolen ihre Flüsse wieder für die Bevölkerung und investieren in Wasserqualität, Sicherheit und öffentliche Zugänge", sagte Vereinsvorstand Jan Edler. Sicheres Schwimmen sei bereits heute im Spreekanal möglich. Es brauche den politischen Willen, dieses Potenzial für das Gemeinwohl zu nutzen, so Edler. Ein Ziel des Vereins ist die Einrichtung einer Pilotbadestelle im Spreekanal.

Das temporäre Volksbad vor der Volksbühne blieb aus Solidarität mit den Demonstranten am Donnerstag für den öffentlichen Betrieb geschlossen. Lilienthal bedankte sich bei der Kundgebung für die Unterstützung, die die Einrichtung in den vergangenen Tagen erhalten habe.

Die Volksbühne hatte vergangene Woche eine geplante Aktion mit dem Verein Each one teach one (Eoto) nach rassistischen Drohungen abgesagt. Der Verein kümmert sich um die Belange schwarzer Kinder und Jugendlicher und hätte am Freitag das sogenannte Volksbad exklusiv nutzen sollen.

Quelle: dpa

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