Berlin & BrandenburgWas die Sanierung des Pergamonmuseums kostet

Für die Sanierung sind rund 1,5 Milliarden Euro angesetzt. Nach aktueller Prognose würden die Gesamtkosten nicht überschritten, teilt das zuständige Bundesamt mit. Wie es bisher aussieht.
Berlin (dpa/bb) - Rund ein Jahr vor der teilweisen Wiedereröffnung des Pergamonmuseums gibt es ein Update zu den Sanierungskosten. Die Gesamtkosten von 1,5 Milliarden Euro für beide Bauabschnitte einschließlich Kostenrisiken würden "nach aktueller Prognose nicht überschritten", teilte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) mit.
Das Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel wird seit einigen Jahren saniert. Die Sanierung erfolgt in zwei Schritten. Nächstes Jahr soll der erste Abschnitt des Gebäudes wieder öffnen, darunter auch der Saal mit dem berühmten Pergamonaltar.
Wie sich die Kosten entwickeln
Für Bauabschnitt A werde derzeit ein "um bis zu fünf Prozent höherer Mittelbedarf" prognostiziert im Vergleich zu den 2017 genehmigten Kosten von 489 Millionen Euro, hieß es in der Mitteilung. Eine belastbare Summe werde "voraussichtlich Ende des kommenden Jahres vorliegen".
Gleichzeitig habe die Kostenprognose für Bauabschnitt B um 27 Millionen Euro reduziert werden können, teilte eine Sprecherin des BBR mit. Die genehmigten Kosten liegen hier bei 722,4 Millionen Euro. Außerdem wurde bisher mit 295,6 Millionen Euro für Risiken und Preissteigerungen kalkuliert.
Wann man das Museum wieder besuchen kann
Der erste Museumsteil soll am 4. Juni 2027 öffnen. Die Sanierung des zweiten Teils wird noch Jahre dauern - dort ist zum Beispiel das Ischtar-Tor mit der babylonischen Prozessionsstraße untergebracht.
Die Arbeiten im Südflügel würden im Zeitplan voranschreiten, teilte das BBR mit. "Die Gerüste für die Arbeiten an Fassaden und Dach wurden errichtet und im Inneren des Hauses beginnen die Rohbauarbeiten." Vollständig öffnen soll das Pergamonmuseum dann erst wieder im Jahr 2037.