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Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburg nimmt 519 Millionen Euro Grundsteuer ein

17.03.2026, 12:08 Uhr
Im-ersten-Jahr-nach-den-neuen-Regeln-fuer-die-Finanzsenator-Andreas-Dressel-SPD-viel-geworben-hatte-hat-Hamburg-nach-Angaben-des-Statistikamts-Nord-rund-519-Millionen-Euro-an-Grundsteuern-eingenommen

Fast alle Einnahmen aus der Grundsteuer entfallen in Hamburg auf bebaute Grundstücke. Aber auch die neue "Strafsteuer" für unbebaute, aber baureife Flächen brachte im vergangenen Jahr Millionen.

Hamburg (dpa/lno) - Die Hansestadt Hamburg hat im vergangenen Jahr rund 519 Millionen Euro an Grundsteuern eingenommen. Das sei ein Plus von 18 Millionen Euro beziehungsweise 3,5 Prozent, teilte das Statistikamt Nord mit. Seit 2025 gelten für die Festsetzung der Grundsteuer neue Regeln. Hamburg hat sich dabei im Rahmen der Grundsteuerreform für ein eigenes, flächen- und lagebasiertes Grundsteuermodell entschieden.

Urteil des Bundesverfassungsgerichts zwang zur Reform

Das Bundesverfassungsgericht hatte die vorher geltende Grundsteuer 2018 für verfassungswidrig erklärt, da die Berechnung auf Basis teils völlig veralteter Daten erfolgte. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass das Gesamtaufkommen der Grundsteuern in etwa gleich bleiben solle.

Im vergangenen Jahr entfielen fast alle Einnahmen den Statistikern zufolge auf die Grundsteuer B, mit der bebaute und ein Teil der unbebauten Grundstücke erfasst werden. Konkret waren dies 515 Millionen Euro - ein Plus von 2,9 Prozent. Bei der Grundsteuer A - sie betrifft land- und forstwirtschaftliche Betriebe - gab es dagegen einen Rückgang um 78,6 Prozent auf knapp 150.000 Euro. 2024 lagen diese Einnahmen den Statistikern zufolge noch bei knapp 700.000 Euro.

8.000 Prozent Hebesatz für unbebaute, aber baureife Grundstücke

Die neue Grundsteuer C für unbebaute, aber baureife Grundstücke brachte der Hansestadt im ersten Jahr rund vier Millionen Euro ein. Diese bewusst hohe Steuer mit einem Hebesatz von 8.000 Prozent soll Grundstückseigentümer motivieren, zu bauen, statt auf Spekulationsgewinne zu hoffen. Die Hebesätze der Grundsteuern A und B liegen bei 100 beziehungsweise 975 Prozent. 2024 lagen sie noch bei 225 beziehungsweise 540 Prozent.

Die Grundsteuern gehören zu den wichtigsten Gemeindesteuern. Sie werden nach Angaben des Statistikamts auf den im Inland liegenden Grundbesitz erhoben und bleiben in vollem Umfang bei den Gemeinden, denen die Liegenschaften zuzuordnen sind. Die Hebesätze der Grundsteuern bestimmen die Gemeinden selbst.

Quelle: dpa

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