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HessenNach Chaos durch Schneefälle rollt Verkehr in Hessen wieder

04.02.2026, 12:25 Uhr
Am-Flughafen-in-Frankfurt-verzoegerten-sich-die-Starts-am-Morgen-noch-wegen-der-Enteisungen

Festgefahrene Lkw, lange Staus, Flugausfälle - heftige Schneefälle haben Autofahrer und Flugreisende in Hessen gebeutelt. Mittlerweile hat sich die Lage normalisiert.

Leun/Frankfurt (dpa/lhe) - Nach dem Verkehrschaos wegen schwerer Schneefälle auf Autobahnen und anderen Straßen in Hessen hat sich die Lage am Mittwochmorgen allmählich entspannt. Auch am Frankfurter Flughafen normalisierte sich der Betrieb wieder, nachdem am Vortag zahlreiche Verbindungen witterungsbedingt gestrichen werden mussten.

In Mittelhessen lange Staus und Dauer-Sperrung auf B49

Die Lage habe sich beruhigt, sagte eine Sprecherin der Polizei Mittelhessen. Am Abend und in der Nacht hätten sich immer wieder Lastwagen im Schnee festgefahren. Manche Autofahrer standen stundenlang im Stau. Das "Problemkind" war vor allem die B49, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort war die Straße ab Leun in Richtung Limburg gesperrt.

Unter den Wartenden war auch der Bürgermeister der Stadt Weilburg (Landkreis Limburg-Weilburg), Johannes Hanisch. Er sei auf dem Weg zu einem Termin gewesen und stehe seit nunmehr sieben Stunden, sagte er in einem Video auf Instagram. Später postete er: "Nach zehn Stunden ist die Straße endlich wieder frei." Er bedankte sich auch beim Technischen Hilfswerk (THW). Helfer hatten unter anderem Getränke verteilt.

Auch auf der A5 im Wetteraukreis in Richtung Süden ließen festgefahrene Lastwagen den Verkehr immer wieder stillstehen. In Osthessen standen mehrfach Lastwagen auf der A7 und A4 quer. Der Verkehr staute sich, laufe nun aber wieder an, sagte ein Sprecher am Morgen.

Rund 50 Glätteunfälle in Nordhessen

Auch in Nordhessen entspannte sich die Lage am Morgen langsam. "Aktuell ist es verhältnismäßig ruhig", sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Nordhessen. In dessen Bereich war es ihr zufolge von Dienstagnachmittag bis zum frühen Mittwochmorgen zu rund 50 Unfällen gekommen. Dabei sei niemand schwer verletzt worden, es habe aber einige Leichtverletzte gegeben.

Darüber hinaus sei eine Vielzahl an Meldungen etwa zu querstehenden und festgefahrenen Lkw eingegangen. Am Morgen gab es der Sprecherin zufolge noch vereinzelte Rückstaus, unter anderem auf der A7 infolge eines Unfalls im Bereich Göttingen. "Da ziehen sich die Behinderungen noch bis in den nordhessischen Bereich."

Staus und Vollsperrungen auf A4 und A7 in Osthessen

Auch auf den Straßen in Osthessen läuft der Verkehr mittlerweile wieder. Stau hatte es bis zum frühen Morgen unter anderem noch auf der A49 zwischen Neuental und dem Ohmtal-Dreieck gegeben, dort reihten sich die Fahrzeuge auf bis zu 19 Kilometer Länge. Zudem waren die Autobahnen A7 und A4 wegen festgefahrener Lastwagen am Abend und in der Nacht über Stunden voll gesperrt, wie ein Polizeisprecher sagte. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks schleppten die Lkw am frühen Morgen an, so dass der Verkehr wieder ins Rollen kam. Auf der A49 und der A7 sei zeitweise die Notfallversorgung im Einsatz gewesen, um die im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer mit heißen Getränken und Decken zu versorgen.

Flugverkehr normalisiert sich

Nachdem der Frankfurter Flughafen am Vortag durch das Winterwetter noch zeitweise lahmgelegt war, kam es am Morgen zu keinen weiteren Annullierungen oder Verspätungen aufgrund der Witterung, wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport mitteilte. Eine dichte Schneedecke auf Start- und Landebahnen hatte am Dienstag dazu geführt, dass 144 von insgesamt 922 Flügen gestrichen werden mussten. Erst am Abend war der Betrieb langsam wieder angelaufen.

Unterricht fällt an einigen Schulen aus

Witterungsbedingt fiel an einigen Schulen in Hessen der Präsenzunterricht aus. So informierten mehrere Schulen in Mittelhessen, dass es nur Distanzunterricht gebe. "Aufgrund von starken Schneefall und Glätte" würden der Unterricht und alle Exkursionen und Projekte abgesagt, hieß es etwa auf der Webseite der Wollenbergschule in Wetter (Landkreis Marburg-Biedenkopf). Geplante Aktionen würden als Distanzunterricht stattfinden, eine Notbetreuung sei vorgesehen. Die Johannes-Gutenberg-Schule in Ehringshausen (Lahn-Dill-Kreis) teilte auf ihrer Webseite mit: "Aufgrund der aktuellen winterlichen Wetterlage und der bereits aufgetretenen Schwierigkeiten bei der Schülerbeförderung" finde Distanzunterricht statt.

Quelle: dpa

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