Sachsen-AnhaltZahl der Asylsuchenden sinkt im Januar deutlich

156 Asylsuchende kamen im Januar nach Sachsen-Anhalt – so wenig wie seit 14 Jahren nicht mehr. Ähnlich wenig waren es nur unter den Corona-Beschränkungen.
Magdeburg (dpa/sa) - Im Januar ist die Zahl der neu angekommenen Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt auf 156 zurückgegangen. Im Vorjahresmonat waren es 315 gewesen und damit doppelt so viele, wie aus einer Übersicht des Innenministeriums hervorgeht. Weniger als 156 Neuankömmlinge hatte es der Statistik zufolge zuletzt vor über zehn Jahren im Januar 2012 gegeben, damals waren es 121 Schutzsuchende. Ein ähnlich hoher Stand wie im aktuellen Januar wurde im ersten Monat 2021 mit 165 Asylsuchenden erreicht, allerdings galten damals Corona-Beschränkungen.
Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) erklärte: "Der Rückgang der Asylzugänge setzt sich auch zu Anfang des Jahres unverändert fort. So wenig Asylzugänge gab es in einem Januar abgesehen vom Corona-Jahr 2021 zuletzt im Januar 2012, also vor 14 Jahren." Migration werde wieder begrenzt, gesteuert und geordnet.
Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt war 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund 44 Prozent zurückgegangen. Insgesamt wurden 2.873 Neuzugänge registriert nach 5.134 im Vorjahr.