HessenVerfassungsschutz stellt seine neue Spionageeinheit vor

Hessens Verfassungsschutz will auf wachsende Gefahren besser reagieren: Eine eigene Abteilung kümmert sich künftig gezielt um Spionage und Einflussnahme durch fremde Staaten.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit Blick auf eine wachsende Bedrohung durch Spionage und Sabotage aus dem Ausland stellt sich der hessische Verfassungsschutz neu auf. Künftig werde sich eine eigene Abteilung ausschließlich mit Spionage, hybriden Bedrohungen und Einflussnahme durch fremde Staaten befassen, kündigte Innenminister Roman Poseck (CDU) an. Einzelheiten will der Minister am Donnerstag (9.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz im Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Wiesbaden erläutern. Bei dem Termin ist auch LfV-Präsident Bernd Neumann dabei.
"Wir erleben eine Zunahme von Desinformation, Sabotage und Spionage. Die Demokratie wird zunehmend von innen und außen bedroht", hatte Poseck vor einigen Wochen erklärt. "Desinformationskampagnen, Cyberangriffe und Spionage aus dem Ausland haben sich mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verschärft."