Mecklenburg-VorpommernÖffentliche Schulden in MV gestiegen

Die Schulden sind beim Land und bei den Kommunen gestiegen – doch es gibt Unterschiede.
Schwerin (dpa/mv) - Der öffentliche Schuldenberg in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr gewachsen. Am Jahresende standen Land und Kommunen mit 12,6 Milliarden Euro bei Kreditgebern in der Kreide, wie aus aktuellen Daten des Statistischen Amtes MV hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren es demnach 12,1 Milliarden Euro gewesen. Damit wuchsen die Schulden binnen eines Jahres um 500 Millionen Euro.
Dabei stieg die Kreditlast der Kommunen deutlich stärker als die des Landes, und zwar um elf Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Beim Land stiegen die Schulden lediglich um 2,3 Prozent auf gut 9,8 Milliarden Euro.
"Ausgaben wachsen schneller als Einnahmen"
Der Städte- und Gemeindetag MV schlägt schon seit längerem Alarm. "Seit Jahren wachsen die Ausgaben schneller als die Einnahmen", sagte der Finanzexperte des Kommunalverbandes, Thomas Deiters, der Deutschen Presse-Agentur.
Vor allem im Sozialbereich liefen die Kosten davon, "allen voran bei Eingliederungshilfe, Kita und Jugendhilfe". Das seien alles keine Themen, die von den Kommunen beeinflusst werden könnten. Die Entscheidungen fielen in Berlin. Beim Thema Kita ist auch das Land im Boot. Deiters befürchtet, dass die Kommunen nächstes Jahr in ihren laufenden Haushalten Einsparungen vornehmen müssen.