Niedersachsen & BremenAhoi! Maritime Tage in Bremerhaven beginnen

Mehr als 40 Schiffe, Segeltörns und Shanty-Chöre: Was Besucherinnen und Besucher ab heute bei dem Hafenfest erwartet.
Bremerhaven (dpa/lni) - Zahlreiche Großsegler und Spezialschiffe machen an den Kaimauern fest und öffnen ihre Decks: Die Maritimen Tage in Bremerhaven beginnen. Was die mehr als 400.000 Besucherinnen und Besucher bis Sonntag erwartet:
Mehr als 40 Schiffe
Interessierte können die Atmosphäre an Bord der mehr als 40 Schiffe erleben und mit Seeleuten ins Gespräch kommen. Die Bark "Alexander von Humboldt II" macht wieder in ihrem Heimathafen fest, aus Spanien sind der historische Dreimaster "Nao Victoria" und der historische Frachtsegler "Pascual Flores" dabei.
Erwartet werden außerdem der restaurierte Ewer "Johanna" aus Hamburg, der Frachtsegler "Gesine von Papenburg" und das Dampfschiff "Welle", mit dem einst das Eis auf der zugefrorenen Weser durchbrochen wurde. Auch einige Spezialschiffe können besichtigt werden - etwa das Motorschiff "Franzius Plate" mit Bagger, die "Taucher bremenports" für Hafenarbeiten unter Wasser oder das Feuerschiff "Elbe 1".
Wer auf dem Wasser unterwegs sein möchte, bucht einen der Törns auf der Weser: Mit Schiffen wie der "Großherzogin Elisabeth", dem Dreimaster "Gulden Leeuw" oder dem Plattbodenschiff "Verandering" geht es für einen halben Tag hinaus.
Alles anders: Wie gesperrte Brücken das Fest auf den Kopf stellen
An Land treten Musiker und Shanty-Chöre auf zwei Bühnen auf, das Neus-Festival bespielt fünf Tage lang das Nordende des Neuen Hafens mit elektronischer Musik. Wer Hunger hat, kann beim Streetfood Festival Spezialitäten aus aller Welt probieren. Kleinkunst, Handwerk und Gaukler gibt es beim Freibeuterdorf, das diesmal im Kaiserhafen seine Zelte aufschlägt.
Nicht nur der historische Mittelalter- und Piratenmarkt musste weichen, auch sonst konzentriert sich das Festival nun auf den Neuen Hafen und den Rundlauf ums Hafenbecken. Grund sind die gesperrten historischen Klappbrücken, die als Flucht- und Rettungswege fehlen.
Auch das traditionelle Höhenfeuerwerk am Samstagabend muss aus Sicherheitsgründen deshalb entfallen. Dafür steht das Riesenrad erstmals auf der Seebäderkaje - mit neuer Aussicht über Hafen und Weser.