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Niedersachsen & Bremen"Das verletzt mich": KSC-Fans pfeifen Wolfsburg-Star aus

30.08.2026, 10:42 Uhr
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(Foto: Uli Deck/dpa)

In Karlsruhe erlebt Fabian Reese sportlich einen erfolgreichen Tag. Aber unter der giftigen Atmosphäre leidet der Neuzugang des VfL Wolfsburg schwer. Es hat mit seinem Wechsel in diesem Sommer zu tun.

Karlsruhe (dpa/lni) - Sportlich kommt der VfL Wolfsburg immer besser in Fahrt. Das 5:2 (3:2) beim Karlsruher SC war bereits der dritte Pflichtspielsieg in Serie in der 2. Fußball-Bundesliga und im DFB-Pokal. Kurz vor dem Ende der Transferfrist an diesem Dienstag wird der Club auch immer mehr teure und überzählige Spieler los: Nach den Abgängen von Verteidiger Denis Vavro (Viktoria Pilsen) und Torwart Kamil Grabara (Juventus Turin) steht auch der Transfer von Stürmer Mohammed Amoura zu OGC Nizza in Frankreich unmittelbar bevor.

Überlagert wurde der Erfolg in Karlsruhe jedoch von den Pfiffen der KSC-Fans gegen den Wolfsburger Doppeltorschützen Fabian Reese. Der zeigte sich spürbar getroffen. "Ich nehme diese Pfiffe mit, ich nehme die auch nach Hause mit. Ich kann sie nicht so gut abschütteln, vielleicht bin ich da auch zu sensibel für", sagte der 28 Jahre alte Angreifer. "Ich glaube, jeder müsste sich vorstellen, vor 30.000, 40.000 (Zuschauern) mit Mitte 20 ausgepfiffen zu werden. Das verletzt mich."

Die Karlsruher Anhänger pflegen eine Fanfreundschaft mit Reeses Ex-Club Hertha BSC. Und in Berlin nehmen ihm viele den Wechsel nach Wolfsburg in diesem Sommer übel. "Wenn das das Ventil ist für die Leute, damit sie besser aus dem Stadion gehen, da wiederhole ich mich, dann ist das meine Aufgabe. Aber heutzutage ist es halt schwarz oder weiß, Held oder Hassfigur", meinte Reese, der neben zwei Toren auch die Vorlage zum 1:1 beisteuerte.

Reese: "Dann geht es an die Ehre"

"Irgendwann sollte man in die Zukunft schauen, Vergangenheit vergangen sein lassen", forderte Reese, der 2017 auch für die Karlsruher spielte. "Da hoffe ich drauf. Aber wenn das jetzt so weitergeht, dann muss ich mich damit arrangieren." Während des KSC-Spiels hätten ihn die Unmutsbekundungen irgendwann angespornt: "Weil dann geht es an die Ehre".

Im Sommer war Reese für kolportierte acht Millionen Euro von Berlin nach Wolfsburg gewechselt. Unter den Hertha-Fans hatte das für viel Unmut gesorgt, weil der einstige Publikumsliebling erst im vergangenen Jahr einen Vertrag bis 2030 beim Hauptstadt-Club unterschrieben hatte. Bereits im Pokalspiel am Montag beim Berliner Regionalligisten VSG Altglienicke hatte es Pfiffe gegen Reese gegeben.

Der Spieler möchte das Thema gern abhaken. "Ich habe da aber jetzt oft und lange genug drüber geredet. Jede Woche kommen diese Fragen", sagte Reese zu den Reportern im Stadion. "Es sind manchmal auch schwere Stunden, so was zu lesen, zu hören, zu empfinden als junger Mensch. Das nimmt mich schon sehr mit."

Quelle: dpa

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