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Mecklenburg-VorpommernSchwesig: "Wir haben viel zu viel Gegeneinander im Land"

30.08.2026, 09:42 Uhr
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Im Wahlkampf geht die Opposition besonders scharf mit der Regierung ins Gericht. Ministerpräsidentin Schwesig findet, es gebe zu viel Gegeneinander. Sie lobt die Gemeinschaft bei der Feuerwehr.

Obere Warnow (dpa/mv) - Zahlreiche Freiwillige Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern bekommen in den kommenden Jahren neue Gerätehäuser, doch die Gemeinde Obere Warnow bei Parchim hat nun ein ganz besonderes: Es ist eine mit viel Aufwand renovierte Reithalle, die unter Denkmalschutz steht. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kam am Samstag zur Einweihungsfeier.

Das historische Gebäude im Ortsteil Lenschow sei ein Sonderfall, erklärte der Staatssekretär im Schweriner Innenministerium, Christian Frenzel. Während 58 Gerätehäuser alle nach demselben Muster von einem Rostocker Unternehmen gebaut werden, hat die Gemeinde im Kreis Ludwigslust-Parchim nach dreijähriger Bauzeit ihr eigenes Projekt verwirklicht. Das Landesprogramm für die Mustergerätehäuser wird erst seit dem Frühjahr umgesetzt.

Lehre aus dem Großbrand im Sommer 2019

Schwesig lobte die Freiwillige Feuerwehr bei der Einweihung als Ort der Gemeinschaft. "Wir haben viel zu viel Gegeneinander im Land", sagte die SPD-Politikerin. Das Land unterstützte den Umbau der Reithalle mit 1,5 Millionen Euro. Das Geld kommt von der Europäischen Union und aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur.

Die Modernisierung der Feuerwehr mit neuen Fahrzeugen und Gebäuden sei eine Lehre aus dem verheerenden Großbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) im Sommer 2019, erklärte Schwesig. Sie lud alle 27.000 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Land zu einem "Danke-Treff" am Rande der Landwirtschaftsmesse MeLa in Mühlengeez bei Rostock am 12. September ein.

Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Nach einer Insa-Umfrage von Mitte August führt die AfD in der Wählergunst mit 36 Prozent vor der SPD (29 Prozent).

Quelle: dpa

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