Niedersachsen & BremenNeue Mietlösung: Galeria-Standort in Braunschweig gesichert

Weil die Warenhauskette ihr Filialnetz verkleinern will, wird an einigen Standorten um die Zukunft gezittert und um Jobs gebangt. In Niedersachsen gibt es nun eine positive Entwicklung.
Braunschweig (dpa/lni) - Für die gefährdete Galeria-Filiale in Braunschweig gibt es eine neue Perspektive. Das Warenhaus könne durch eine neue Vertragsbasis mit angepassten Mietkonditionen mindestens bis Ende April 2028 weitergeführt werden, teilte die Warenhauskette aus Düsseldorf mit. Damit sei die Grundlage für den mittelfristigen Erhalt des Standorts in der zweitgrößten Stadt in Niedersachsen geschaffen.
Der Konzern arbeitet nach eigenen Angaben mit der Volksbank Brawo als Vermieter zudem an einer langfristigen Perspektive für den Standort über 2028 hinaus. Beide Seiten haben sich demnach darauf verständigt, über eine dauerhafte Anpassung der Fläche zu verhandeln, die derzeit für einen profitablen Betrieb zu groß ist.
Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum sprach von einer für die Beschäftigten immens wichtigen Nachricht in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Aber auch für die City sieht er Signalwirkung: "Galeria ist nach wie vor ein Frequenzbringer der Innenstadt, aufgrund seiner Lage und als letztes der großen Kaufhäuser, in denen es ein solch breites Sortiment noch gibt", sagte der SPD-Politiker.
Derzeit werden laut Galeria 33 Filialen der Warenhauskette in mehreren Bundesländern auf ihre Rentabilität geprüft. Die erfolgreichen Verhandlungen in Braunschweig seien ein erster Erfolg. Die Perspektiven für die anderen Häuser bleiben unklar. Im Juli hieß es aus Düsseldorf: Sollten keine tragfähigen Lösungen erarbeitet werden, sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet.