Nordrhein-WestfalenHolzkohlegrills im Visier: Land startet Geruchsmessungen

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima will messen, wie stark Holzkohlegrills Anwohner belasten. Was sich die Behörde davon verspricht.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Einen Lärmpegel kann man mit Geräten leicht feststellen, aber wie soll man Geruchsbelästigungen messen? Genau dafür hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima ein Institut als Partner gefunden. Die Behörde plant nach eigenen Angaben, Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen durchzuführen.
"In der Vergangenheit gab es mehrfach Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern in der Nähe solcher Anlagen. Dem soll nachgegangen werden", sagte eine Sprecherin des Landesamtes der dpa. "Dazu sollen an den Abgasableitungen von Holzkohlegrillanlagen Proben genommen und die Geruchsstoffkonzentrationen bestimmt werden."
Ein berühmtes Beispiel sind Holzkohlegrill-Restaurants am Kölner Eigelstein. Dort hatten sich Anwohner beschwert, die Stadt schritt ein und der Fall landete am Verwaltungsgericht. Am Ende gab es einen Vergleich: Die Grills durften wieder angefeuert werden, die Betreiber mussten aber neue Filteranlagen einbauen.
Nach Angaben des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima will die Behörde auf Anfragen wie solche tätig werden. Zwar könne man Geruch nicht mit einem Schwellenwert bemessen - jeder Mensch empfinde da anders. Aber die Inhalte des Rauchs selbst könne man messen und Grenzwerte feststellen.