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Nordrhein-WestfalenNahverkehr-Warnstreiks in Bielefeld, Gütersloh und Münster

11.03.2026, 12:36 Uhr
In-Bielefeld-Guetersloh-und-Muenster-werden-am-Freitag-Nahverkehrsbetriebe-bestreikt

Im kommunalen Nahverkehr von NRW geht die Warnstreikwelle in dieser Woche weiter. Nach Aktionen im Rheinland und im Ruhrgebiet sind auch in Ostwestfalen Arbeitsniederlegungen geplant.

Bielefeld/Gütersloh/Münster (dpa/lnw) - In Bielefeld, Gütersloh und Münster müssen Fahrgäste an diesem Freitag (13. März) mit massiven Einschränkungen im kommunalen Nahverkehr rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte der moBiel GmbH (Bielefeld), der Stadtbus Gütersloh GmbH sowie der Stadtwerke Münster zu einem ganztägigen regionalen Warnstreik auf.

In den betroffenen Regionen werden nach Einschätzung der Gewerkschaft am Freitag von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht keine Busse und Bahnen fahren. S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht betroffen.

Warum werden Verkehrsbetriebe bestreikt?

In der zweiten Verhandlungsrunde für die etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW hatte es am 3. März keine Einigung gegeben. Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 auf mindestens 40 Prozent des Stundenentgelts steigen, fordert Verdi.

Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen

Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze. Die Tarifverhandlungen werden am 24. März in dritter Runde fortgesetzt.

Quelle: dpa

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