Regionalnachrichten

Rheinland-Pfalz & SaarlandBislang nur wenige Rinder gegen Blauzungenkrankheit geimpft

11.03.2026, 12:46 Uhr
Blauzungenkrankheit-bei-Rindern-eine-freiwillige-Impfung-dagegen-wird-vom-Land-Rheinland-Pfalz-bezuschusst

Die Blauzungenkrankheit breitet sich derzeit von Südwesten her auch in Rheinland-Pfalz immer weiter aus. Eine Impfung gegen die Viruserkrankung wird laut Behörden bisher nicht genügend angenommen.

Koblenz (dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz sind bislang nur wenige Rinder gegen die sich derzeit immer weiter ausbreitende Blauzungenkrankheit geimpft. Die Impfquote gegen den Typ BTV8 liege bei Rindern derzeit nur bei 18,8 Prozent, teilte das Landesuntersuchungsamt (LUA) mit. Noch niedriger liege sie bei Schafen und Ziegen - die Zahlen seien nicht ausreichend, um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern.

Eine Auswertung des LUA ergab demnach, dass bis Anfang März von gut 273.000 Rindern nur etwas mehr als 51.000 Tiere gegen die nicht ansteckende Viruserkrankung geimpft seien. Gerade einmal sieben Prozent der Schafe und drei Prozent der Ziegen hätten einen Impfschutz.

Blauzungenkrankheit für Menschen nicht gefährlich

Das LUA betonte die Bedeutung der Impfung im Kampf gegen die Blauzungenkrankheit: Ein Immunschutz von deutlich über 50 Prozent helfe, die Erkrankung und Weiterverbreitung einzudämmen. Eine abgeschlossene Impfung ist den Angaben zufolge derzeit der einzige zuverlässige Schutz gegen die meldepflichtige Tierseuche.

Von der Blauzungenkrankheit betroffene Tiere bekommen Fieber, zeigen sich schlapp und verweigern das Fressen. Auch Lahmheit, deutlicher Milchrückgang und Fehlgeburten seien möglich. Menschen können sich nicht mit dem Virus der Blauzungenkrankheit anstecken. Milch und Fleisch erkrankter Tiere können laut LUA bedenkenlos verzehrt werden.

Quelle: dpa

Regionales