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Rheinland-Pfalz & SaarlandLKA warnt Unternehmen vor neuer Betrugsmasche

06.03.2026, 14:03 Uhr
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Das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt warnt vor einer neuen Betrugsmasche. Wie der "CEO-Fraud" funktioniert und wie Unternehmen sich dagegen schützen können.

Mainz (dpa/lrs) - Sie geben sich gegenüber Mitarbeitenden als Führungskraft aus - und bringen Unternehmen damit um hohe Geldbeträge. In Rheinland-Pfalz warnt das Landeskriminalamt vor dem "CEO-Fraud". Bei dieser Betrugsmasche würden Mitarbeitende mit einer Zahlungsvollmacht - etwa aus der Buchhaltung oder aus dem Rechnungswesen - durch ihre vermeintliche Führungskraft dazu aufgefordert, eine größere Summe vom Unternehmenskonto zu überweisen.

Besonders perfide: Die Betrüger haben nach Angaben des LKA beträchtliche Kenntnisse über die Organisationsstruktur des betroffenen Unternehmens und dessen Bank. Auch nutzen sie Fotos und andere in Erfahrung gebrachte Daten, um sich möglichst glaubwürdig als die jeweilige Führungskraft auszugeben.

LKA gibt Handlungsempfehlungen an Unternehmen

Das LKA empfahl Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern in diesem Zusammenhang, keine unnötigen Details über ihr Unternehmen öffentlich zu machen und ihre Mitarbeitenden für die Masche zu sensibilisieren.

Mitarbeitende sollten bei einer Zahlungsaufforderung indes überprüfen, ob diese tatsächlich von ihrer Führungskraft stamme und ob die verwendete E-Mail-Adresse oder Telefonnummer korrekt sei - im Zweifel könnten sie auch die Führungskraft unter der ihnen bekannten Nummer anrufen. Außerdem sei es wichtig, sich immer an Sicherheitsverfahren für Transaktionen zu halten.

Betrugsfälle bisher statistisch nicht erfasst

Einem Sprecher des LKA zufolge trat die Betrugsmasche ab 2013 vermehrt in Deutschland und auch in Rheinland-Pfalz auf. Angaben dazu, wie verbreitet Fälle von "CEO-Fraud" sind, seien nicht möglich. Das Phänomen sei auf Grundlage der jährlich veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik nicht auswertbar, weil es unter dem Sammelbegriff des Betrugs gefasst werde, so der Sprecher.

Quelle: dpa

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